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Krise- und Kriegs-Drohungen schrecken die Bürger. Angst sichert die Loyalität von Bürgern selbst gegen eine innerlich abgelehnte Regierung.

Die Internationale Atomenergiebehörde, IAEA hat ihren Bericht über das iranische Atomprogramm veröffentlichen. Die Presse trommelt. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat sich am 9.11. (dpa) für eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen. Die Bundesregierung fordert ungefragt eine Ausweitung des politischen und diplomatischen Drucks auf den Iran: Nehmen deutsche Politiker den IAEA-Bericht ernst oder greifen sie nur – wie gewohnt – auf die ihnen zugesteckten Propagandasprüche ihrer PR-Manager und Führungsoffiziere zurück. Man (d.i. Ich) zweifelt inzwischen nicht nur an allem, was sie sagen, sondern auch daran, ob sie überhaupt wissen, sich darum kümmern, was sie sagen.

Obama und besonders Israel drängen auf Maßnahmen der „internationalen Gemeinschaft“. Israel (Peres, Netanjahu etc.) empfiehlt offen eine militärische Lösung und spielt publizistisch mit eigenen Schritten in diese Richtung. (Daily Mail am 10.11. erwartet einen israelischen Alleingang mit US-Steuerung zu Weihnachten). Weiterlesen »

Wenn ihn der Kater überkommt, hat schon so mancher Säufer Besserung gelobt und daran auch geglaubt – bis der Kater nachließ und er zwanghaft weiter soff.

Als man vor über drei Jahren mehr oder weniger auf Grund privater Rivalitäten zwischen zwei Top-Dienstmännern der Hochfinanz Lehman Brothers über die Klinge springen ließ und ein Heer von Anlegern, die fest daran glaubten, dass man aus dem Nichts Riesenrendite schöpfen könne, dabei ihre Spargroschen verloren, setzte in den nachgeordneten Rängen der Finanzwelt der große Finanz-Kater ein. Die Regierungen gelobten (wie heute wieder in Cannes) Besserungen, um künftig Ähnliches zu verhindern. Außer aufwendigen Konferenzen und blödem Propaganda-Geschwätz ist nichts geschehen. Inzwischen wird an den Märkten irrer und aufwendiger mit Anlegergeldern herumspekuliert als je zuvor. Weiterlesen »

Rette sich, wer kann

Was wird eigentlich gerettet, wenn angeblich gerettet wird? Beim „Klima“ sollen 2012 ähnlich wie bei der US-Alkohol-Prohibition in den 1920er Jahren durch Verbot künstlich „Werte“ zu Gunsten derer geschaffen werden, die damit handeln können bezw. dürfen. Das von US-Regierungsseite damals kaum kontrollierte „Noble Experiment“ hatte keinen Süchtigen „gerettet“, wie Gutmenschen meinten, sondern raffte im Wesentlichen den Reichtum der neureichen US-Elite zusammen, die heute die Zügel führt. Das Ende der Prohibition im März 1933 brachte zudem ihrem Präsident die nötige Sympathie, um unbesehen ganz andere Dinge durchsetzen zu können. Nun hat kürzlich das US-Repräsentantenhaus den US-Fluggesellschaften verboten, am Emissionshandel teilnehmen, den die EU Anfang 2012 als eine verdeckte Sondersteuer auf Energie und alle mit Energie herzustellenden Waren einführen will. Allerdings steht die Zustimmung des Senats zu dem Gesetz noch aus. (vgl. Touristik-aktuell vom 26.10.2011). Offensichtlich will die inzwischen alte finanziell keine neue Elite aufpäppeln. „Inzwischen haben über 40 Länder – darunter China, Russland und Indien – ihren Widerstand (gegen den CO2-Handel) deutlich gemacht“, meint der Präsident des Airline-Verbandes BDL, Siegloch, und hofft auf ein Ende dieses Geschäftes, dem er sich des guten Rufes wegen – wie so viele – selbst nicht in den Weg zu stellen traute.

Mit der WL Bank Münster, einer Tochter der Volks- und Raiffeisenbanken, hat sich die erste Bank entschieden, nicht mehr den Nothaushalt von Kommunen durch weitere Kredite zu „retten“ (Die Zeit vom 26.10.). Weiterlesen »

Aufstand gegen Banken

US-Treasuries gewinnen, wenn/weil die Aktien wegen der Schuldenkrise in Europa fallen, (Bloomberg 20.10.) Wahrscheinlich gehörte das auch zum Plan für die Inszenierung der Schuldenkrise in Europa durch Goldman Sachs Griechenland-Operation. Laut Washington Post hatten die Banken Amerikas zwischen 1973 und 1985 nicht mehr als 16% der gesamten Unternehmensgewinne erzielt. Bis 2005 war ihr Anteil auf 41% gestiegen. Entsprechendes galt für die Bezüge der Banker: Von 1948 bis 1982 hielten sich die Bezüge im Finanzsektor im Rahmen von 99 bis 108% der Löhne des gesamten privaten Sektors. Bis 2007 war dieser Wert auf 181% gestiegen. Neuere Angaben fehlen, doch dürfte der Trend nicht nach unten gegangen sein. Ist die Entwicklung einer besonderen “Wall Street Gier” zuzuschreiben, wie oft gesagt wird? Die Wall Street und ihre Entsprechungen in London, Frankfurt etc. waren schon immer gierig. Sie sind es aus Prinzip. Die Frage ist, wie sahen die Regelungen aus, die der Gier diese Erfolgen ermöglicht haben, und wer war dafür verantwortlich. Weiterlesen »

Zynismus schützt nicht

Ein neuer Tonkin-Zwischenfall wie im August 1964? Die USA ist spätestens seit 1898 dafür bekannt, Vorkommnisse zu inszenieren oder zu erfinden, um andere Staaten scheinbar „mit Recht“ überfallen, im Neusprech, „befreien“ zu können. (vgl Die Welt zum Iran-Terrorismus) Medien- und Polit- Lakaien mit Aufstiegsgelüsten halten sich an den Schein. Der SPD-Außenexperte Annen meint daher, Teheran müsse den Vorwurf der Planung eines Attentats auf den saudi -arabischen Botschafter in den USA schnellstens ausräumen, außerdem zeigten die „ungeheuerlichen“ Vorgänge in Washington, dass der Iran durch die nordafrikanischen Revolutionen (Inszenierungen mit gekauften Rebellen) marginalisiert wird und deshalb den „offenen Rückgriff auf terroristische Mittel“ wagt. Das könne von der Staatengemeinschaft nicht akzeptiert werden. Denn sie akzeptiert bereits anderes.

Die USA kaufen mit frisch ausgegebenen Dollars weltweit ein. Zentralbanken sammeln die Dollars ein und bezahlen die Anspruchsberechtigten mit ihrer eigenen Währung aus. Sie geben die eingesammelten Dollars gegen Treasury Bonds an die USA zurück. Die finanziert damit ihr Haushaltsdefizit. Dieses kommt vorwiegend durch die Hochrüstung der USA zustande, die in etwa den Rüstungsausgaben der restlichen Welt zusammengenommen entspricht. Damit bezahlen die Zentralbanken dafür, dass die USA die Welt mit Besatzungstruppen überzieht. Die Bonds wurden zum Teil an Dritte weiterverkauft. Damit wurden wiederum investitionsfähige Gelder abgeschöpft. Gleichzeit wurden die Staatspapiere und andere derivativ zu neuen Generationen von Wertpapieren vermehrt, um noch mehr Geld aus der realen Wirtschaft abzusaugen. Die Folge sind Arbeitslosigkeit und Unterversorgung. Weiterlesen »

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