Atlas der Wut, BP-Ölpest, Kirgisien, Merkel, Meyrink
19. Juni 2010 von admin
Katastrophen=Wendezeit
Wir gehen schweren Zeiten entgegen. Das ahnt inzwischen trotz Fußball und Lena fast jeder Deutsche. Aber warum tun wir das? Auch da hat fast jeder seine Meinung: Wegen derer „da oben“. Die aber schauen sich um und deuten auf alles, was ihnen vor Augen kommt, um es statt ihrer als Hauptschuldigen anzubieten: Auf das Klima – am political correctesten; auf die Griechen und Spanier, die über ihre Verhältnisse gelebt hätten – am massenwirksamsten; auf die Sozialschmarotzer, die sich ohne zu arbeiten auf unsere Kosten an Hartz IV sattfressen – weil Neid bei Kleinen Leuten immer an kommt. Sie deuten auf alles, nur nicht auf sich. Dabei haben wir eine Technologie, mit der sich alle materiellen Probleme aller Menschen und der von ihnen beeinflussten Umwelt meistern ließen. Sie zum Wohl einzusetzen verhindert die Macht-Elite mit ihrem Finanzsystem. Damit meine ich nicht die Politikverkäufer in Berlin, Washington und anderswo, sondern diejenigen, die hinter dem Vorhang „Demokratie“ den Regierungen die Finanzspielräume vorgeben, Leute, die entscheiden, für welche Zwecke Zahlungsmittel bereitstehen und wofür nicht.
„Hirngespinste! Realität ist: wir haben eine Ökokatastrophe im Golf von Mexiko, da muss etwas geschehen. Sie zeigt, wie beschränkt unsere Technologie ist – von wegen, sie könnte alle materiellen Probleme lösen“. Aber hat diese „Katastrophe“ nicht auch ihr Gutes – für einige: Sie lässt die Ölpreise steigen, die starke Kritik am Handel mit CO2-Verschmutzungs-Zertifikaten in den USA schwinden; fördert das Interesse an erneuerbaren Energien, die nutzlos nur die Preise hochtreiben und zum gleichen Zweck die Güterproduktion drosseln. Sind das nicht die Ziele, die uns die Politik verkaufen, die aber vermehrt auf Ablehnung bei der Bevölkerung stoßen? Es wäre nicht die erste politisch „nützliche“ Katastrophe.
Sie sind entrüstet: „Wer sollte so verbrecherisch sein!“ Außerdem sprächen die 20 Mrd. $ und mehr, die das BP kosten könnte, gegen jede Wahrscheinlichkeit einer Absicht. Gilt das auch, wenn man sich – wie die Hochfinanz, die Eigentümer von BP und der FED Kartell-Banken – Geld beliebig selbst „drucken“ kann? Gerhard Wisnewski, ein der herrschenden Meinung ungenehmer Journalist, hat kürzlich bei http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/ auf eine vor 107 Jahre bei Ullstein erschienene Novelle des Okkultisten, Freimaurers und Bankiers Gustav Meyrink hingewiesen. Danach wusste einer aus der Sparte Übermensch, ein gewisser Dr. Jessegrim (=Jesus Hasser), dass unter Mexiko gewaltige Erdölreserven in mit einander verbundenen Lagerstätten liegen. Durch Sprengungen erreichte er, dass dieses Erdöl sich sammelte und ins Meer ergoss, um eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes auszulösen. Der Übermensch gab danach – als „Experte“ befragt – den Medien zur Verbreitung bekannt: das Öl werde sich als Teppich über die gesamten Weltmeere legen mit der Folge, dass der Regen ausbleibt.
„Die Idee, mit einer solchen Katastrophe einen Anschlag auf den Globus auszuführen, spukt demnach seit über 100 Jahren“ im Kopf von „Logenbrüdern“ herum. Man wusste damals bereits um die Ölreservoire und dass sie sich durch Sprengung ins Meer leiten ließen, um zur einer die Menschheit drastisch reduzierenden Katastrophe zu führen. Als Motiv nennt Meyrink die »Erlösung« von »der lieben Menschen breitgestirnter Schar«. Meyrink wollte keine Gruselgeschichte erfinden. Er nannte seine Geschichte eine »Prophezeiung« und vermerkt eingangs ausdrücklich: »Um mir die Priorität dieser Prophezeiung zu sichern, stelle ich fest, dass folgende Novelle im Jahre 1903 geschrieben wurde. Gustav Meyrink«. Nicht erwähnt er, dass Mikroorganismen das Erdöl wieder verzehren – nur dauert das etwas.
Für keinen Roman sorgte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am 11.6. im Gespräch mit Führern der Europäischen Gewerkschaften (TUC), in Brüssel über das, was zur Lösung der Finanzprobleme Griechenlands, Spaniens, Portugals, Frankreichs erforderlich sei. Dabei malte er – falls die Einsparungen verweigert würden – eine „absehbaren Apokalypse“ für Europa aus, denn es könnte schon bald Aufstände, Bürgerkriege und in ihrem Gefolge Putsche und Militärdiktaturen in der EU geben. Herr Monks, Vorsitzender des Europäischen Gewerkschaftsbundes war laut Londoner Daily Mail vom 15.6. „von der Ernsthaftigkeit der Warnungen schockiert“, und weil uns „die „angedrohten Sparmaßnahmen in die 1930er Jahre zurückversetzen könnten“. Aus „anerkannten“ deutschen Medien war darüber bisher nichts zu erfahren.
Ist das – wie Sie aus Angst vermuten – übertrieben? Professor Michael Hudson, Chefberater der Litauer Reformkommission schrieb am 9.4. 2010 in Global Research über „kommende europäische Schuldenkriege“, weil „die EU Länder in der Depression versinken“. Im wesentlichen bezieht er sich auf die alte Erfahrung: Eliten, die vom Bankrott ihrer Politik bedroht sind, würden sich zur Ablenkung auch für außenpolitische Kriege entscheiden. Ähnlich sah es BND-Präsident Ernst Uhrlau in einer geheimen Studie “Metamorphose der Geopolitik”, die letztes Jahr teilweise an die Öffentlichkeit durchgesickert war. Er rechnet mit einer „lang anhaltenden globalen Krise“, die zur Machtverschiebung zwischen den Blöcken und letztendlich zum Abstieg der westlichen Führungsmacht USA zu Gunsten Chinas führen würde, wenn dem nicht (militärisch) Einhalt geboten würde. Die große Unbekannte sei nur, auf welche Seite sich Russland schlagen würde. Handelt es sich hierbei um den vom Oberfreimaurer Albert Pike bereits 1871 in seinem Buch über Moral und Dogmen der Freimaurer nach Schottischem Ritus noch ausstehenden Dritten Weltkrieg, nach den beiden von ihm zutreffend „prophezeiten“ anderen? Die Unruheschürerei in Zentralasien, wie jetzt auch in Kirgisien spricht Bände. Wer die Wahrheit über 9/11 nicht begreifen will, versteht auch die Ursachen des „Terrorismus“ in Zentralasien (gewollt) falsch.
Wie dem auch sei, in den Ausarbeitungen Uhrlaus liegt wahrscheinlich die Ursache für die Bemerkung Horst Köhlers, dass für die „Freiheit der Handelswege“ (oder genauer: für die Öffnung der Länder zur Ausbeutung durch die Hochfinanz) möglicherweise (Welt)Kriege zu führen sein werden. Das Gewicht dieser scheinbar leichtfertigen Bemerkung hatte dem Bundespräsidenten das Amt gekostet. Ihre Medien erklären es Ihnen anders.
Kommen wir auf Barrosos Androhungen zurück. Sie wurden von allen anerkannten Medien des Westens erwähnt, nur nicht von den deutschen. Sind Deutsche dafür nicht reif, oder was hindert hiesige Medien bestimmte „News“ zu bringen? Am 8. 10. 2008 soll die Bundeskanzlerin „führende Medien-Chefs ins Kanzleramt gebeten und ihnen sinngemäß gesagt haben „Wir wissen zwar nicht genau, was in zwei oder drei Wochen ist, aber würden doch sehr herzlich um Ihr Vertrauen bitten und vor allem darum, dass Sie keine schlechte Stimmung machen, denn dazu ist die Lage zu ernst.“ Laut Die Zeit vom 26.4. 09 (http://www.zeit.de/2009/06/Ratlosigkeit?page=all, also deutlich mehr als „3 Wochen“ später). Am 5. 10. nur drei Tage zuvor hatte die Kanzlerin dem Volk über das Fernsehen versichert: »Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.« Das eine brachten die Medien groß, das andere spät und winzig. 2009 schrieb Udo Ulfkotte in seinem Buch „Vorsicht Bürgerkrieg!“ über einen Geheimbericht der Bundesregierung mit dem „Atlas der Wut“, einer lange Liste der Orte, in denen schwere innere Unruhen zu erwarten sind. Auch darüber nichts in „anerkannten“ Medien!
Doch Vorsicht bei der Beurteilung! Ein großer Teil der Unruhen speist sich aus der Erwartung eines automatischen Finanzcrashs aufgrund der allgemeinen Überschuldung der Bürger, Betriebe und Regierungen. Die Überschuldung ist real aber kein realer Grund für einen Crash. Das zur Geldschöpfung berechtigte Bankenkartell kann jederzeit Schulden besonderer Kunden „übersehen“ und aus dem Verkehr ziehen. Mit dem Instrument Sonderziehungsrechte lassen sich Staatsschulden beliebig prolongieren oder ganz abtreiben. Ein Crash braucht nicht zu kommen, aber er kann es, wenn „man“ ihn wie in den 1930er Jahren gebrauchen will. Wichtiger ist für die eigentlich Regierenden die Angst des Publikums vor dem Crash. Es ist wie bei Raufbolden: Die Angst des anderen garantiert den Sieg, nicht die eigene Stärke. Trotzdem brauchen Barossos Bemerkungen nicht bloß Angstmache zu sein, genauso wie Uhrlaus “Metamorphose der Geopolitik” nicht nur mögliche Gedankenspiele eines Geheimdienstmannes.
Erinnern wir uns: Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministerium ist im März 2010 die Zahl der Bezieher von Lebensmittelmarken (Food Stamps) in den USA auf 40,157 Millionen gestiegen. Das waren 21,1% mehr als im Vorjahresmonat nach einem Anstieg über 17 Monate in Folge. Ohne Verwaltungskosten mussten allein im März 5,38 Milliarden Dollar für das Nahrungsmittel-Hilfsprogramm SNAP aufgebracht werden. Hilfe nach SNAP bekommen arbeitsfähige Personen nur, wenn sie aktive Arbeitssuche nachweisen können. Wer entmutigt die Suche aufgegeben hat, geht leer aus. Das ist sicherlich kein Hinweis, dass die Rezession in den USA überwunden sei, wie Obama predigt.
Um von der US-Wirtschaft und dem Dollar abzulenken, zogen die US-Rating-Agenturen das von Goldman Sachs beratene Kaninchen Griechenland aus dem Hut und ließen Spanien folgen, das sich durch die aktive Förderung der Sonnenenergie ruiniert hat. Und schon war Europa „im Schneider“ und die USA wieder außen vor: eine der „Metamorphosen der Geopolitik“, die Uhrlau nicht erwähnt. Das US-Haushaltsdefizit wird allein im Jahr 2010 1,6 Billionen $ oder 10,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen. Insgesamt will das Finanzministerium der USA 2010 Staatsanleihen in Höhe von 2,5 Billionen $ auf den Markt bringen, eine Steigerung um 171% in nur zwei Jahren. Die veröffentlichte Bilanzsumme der FED hat sich in diesen zwei Jahren von 890 Mrd. Dollar auf 2,35 Billionen fast verdreifacht und die FED ist über Swap-Vereinbarung auch an der „Rettungsaktion” Griechenlands beteiligt. Doch vor dem Dollar fällt der Euro – wenn es in den Plan passt.
Und die Bundesregierung treibt immer noch Wirtschaftspolitik wie Spanien oder die DDR. Dort konnte man – wird erzählt – eine im eigenen Garten großgezogene Gans für 30 Mark an den örtlichen Konsum verkaufen und einigen Stunden später geschlachtet, gerupft und ausgenommen für 15 Mark zurückkaufen. Hierzulande verkauft der Solarstromerzeuger seinen zufällig auftretenden Strom für 43 Cent/kWh an den Stromlieferanten und lässt sich bei Bedarf pünktlich Strom für 22 Cent/kWh liefern. Das sonnenreiche Spanien hatte vor der Pleite dergleichen großzügig subventioniert und für jeden neu geschaffenen „grünen“ Arbeitsplatz 2,2 bis 4 (nach unterschiedlichen Berechnungen) unrentabel gewordene Arbeitsplätze verloren. Die Bundesregierung will 2,7 Mrd. € für die Entwicklung von Elektro-KFZ mit Schiebegriff spenden. Auch dafür darf „gespart“ werden.
Meinen Sie wirklich eine Elite, die der notwendigen Entwicklung im Wege steht, würde freiwillig und friedlich ihren Platz räumen? So etwas hat es in der Geschichte bisher nicht gegeben. Zuvor bringt sie alle greifbaren Katastrophen und Kriege ins Spiel. Erst recht, wenn es sich inzwischen um so wenige wie gut 300 Familien der Hochfinanz-Elite gegen rund 6 Milliarden Menschen handelt. Die Menschen müssten erst aufwachen und eben das sollen Angstmache und Katastrophen verhindern.