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Zurzeit des umstrittenen Imperator Nero im alten Rom (um 55/56 n.Chr.) dichtete Petronius Arbiter in seinem „Satyrikon“:

Was bedeuten Gesetze, wo einzig das Geld nur entscheidet,

Wo die Armut allein nimmer erringt einen Sieg?

Denn auch Gescheite, je ein Bedürfnis zu zeigen sich scheuend,

Verkaufen, wie oft, ihre Wahrheit für Geld!

Also ist auch das Recht nur eine Ware:

Wer den Richter gekauft, der gewinnt den Prozess.

Nicht ganz so neu ist auch die manipulative Propaganda der Leitmedien, die bedenkenlos zur Lüge greifen, wenn und solange sie unangefochten die Medienhoheit innehaben. Schon im antiken Griechenland waren sogenannte Sophisten unterwegs, die jedem, der sie bezahlen konnte, beibrachten, wie man die „schlechtere Sache zur besseren macht.“ An die Leistungen der Jünger von Meinungsmachern wie Edward Louis Bernays und Ivy Ledbetter Lee reichten sie natürlich so wenig heran, wie ihre technischen Möglichkeiten und wissenschaftlichen Instrumente an diejenigen der heutigen Meinungs-Industrie.

Im Wahlkampf in den USA, der hitziger und vielleicht auf dreckiger geführt wird als früher, gelangten geheime Dokumente ans Licht der Öffentlichkeit, die über üble Tricks der Demokraten gegen die Wettbewerber ihrer Ostküsten-Kandidatin Hillary Clinton berichteten und eine Sammlung von Dreck enthielten, der gegen Trump auf Seiten der Republikaner eingesetzt werden soll. Dass sie Kandidatin des Establishments ist, zeigen die Spenden der Rüstungsindustrie, von Goldman Sachs, George Soros, der Israellobby AIPAC, aus so demokratisch toleranten Ländern wie Saudi-Arabien, Katar und VAE oder vom aus der RTL-Affäre auch hierzulande bekannten Milliardär Haim Saban, der mit 13 Millionen Dollar die größte Einzelspende an Clinton überwiesen hat. Dagegen sehen natürlich Leute wie Bernie Sanders mit ihren bei der Arbeitnehmerschaft eingesammelten Spenden natürlich klein aus.

Die gehackten Dokumente waren peinlich. Um davon abzulenken und die Inhalte möglichst unglaubwürdig erscheinen zu lassen, stand in den anerkannten Medien z.B. bei der Washington Post vom 15.7. sofort fest, dass russische Hacker – wer sonst? – die Computernetzwerke der Demokratischen Partei der USA geknackt und dort gesammelte Informationen über den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump kopiert hätten. Der Sender CNN holte die ehemalige Außenministerin Madeleine Albright aus der Versenkung und ließ sie auf dem Demokraten Parteitag sagen, Donald Trump habe “der amerikanischen Außenpolitik bereits dadurch geschadet, dass er sich zur Wahl gestellt hat“, und weiter unter dem Jubel der Delegierten: „Eine Niederlage Trumps sei eine Niederlage für Putin und die Russen.“ Denn „Putin will unbedingt Trump gewinnen sehen und das sollte jeden Amerikaner beunruhigen. Nehmen sie das von jemandem, der selbst aus dem Eisernen Vorhang geflohen ist. Ich weiß, was geschieht, wenn man den Russen grünes Licht gibt.“ Das war die Kalte-Kriegs-Rethorik, mit der die Ostküste die Wähler schon früher und jetzt wieder einschüchtert. Die Dame ist wegen eines saloppen Ausspruchs über die Kinderopfer der US Sanktionen gegen den damals noch unabhängigen Irak bekannt. Den von der US-Politik inszenierten qualvollen Mord an Gaddafi kommentierte ihre Nachfolgerin Clinton zynisch lachend mit dem ebenso bekannten Spruch „We came, we saw, he died!” Typischer ist aber ihr Ausspruch, nachdem US Präsident Bill Clinten, ihr Ehemann 1998 Cruise Missiles auf den Irak abfeuern ließ, dabei duzende von Zivilisten umbrachte und Saddam Hussein deshalb die USA vor den Vereinten Nationen verklagte: “Wenn wir Gewalt anwenden müssen, geschieht das, weil wir Amerika sind. Wir sind die unabdingbare Nation. Wir stehen aufrecht. Wir blicken weiter in die Zukunft.” Und was sehen sie da? Etwa die Weltregierung der Hochfinanz und die Reduktion der Bevölkerung auf nur noch 500 Millionen (Siehe Georgia Stones)

Natürlich braucht man Beweise, um die Russen in der Hackeraffäre nass zu machen. Diese hatte die von den Demokraten zur Aufklärung eingesetzte Firma CrowdStrike zu liefern, die gleich zwei russische Hackergruppen namhaft machte: „Fancy Bear“ angeblich vom russischen Militär-Geheimdienst GRU und „Cozy Bear“ angeblich vom zivilen Geheimdienstes. Beweise gab es keine. Doch nun meldete sich ein privater Hacker Guccifer 2.0, der die Hackerei auf sich nahm und zum Beleg gleich weitere Dokumente veröffentlichte. Ein Hacker namens Guccifer hatte im Jahr 2013 Mailkonten der Familie des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush gehackt und daraus Material veröffentlicht. Dieser Hacker wurde ausfindig gemacht und musste in Rumänien Anfang 2014 eine Haftstrafe antreten, wurde dann an die USA ausgeliefert und starb dort an Selbstmord oder geselbstmordet.

„Unsere Regierung genehmigte Hackerangriffe auf politische Parteien“, schrieb zum aktuellen Fall der ehemalige Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) und Whistleblower, Snowden, der sich um einem solchen Geschick zu entgehen nach Russland abgesetzt hatte. Er veröffentlichte zur Bestätigung den Link zu einem Dokument vom 16. Juli 2010, in dem unter dem Vermerk „geheim“ die betroffenen Länder und internationalen Organisationen aufgelistet sind. Damit sind die Russen zwar nicht aus dem Schneider, aber Beweise gegen sie gibt es bisher auch keine.

Hillary ist nicht nur die Ostküstenkandidatin für die US-Präsidentschaft, sondern auch die Wunschkandidatin unserer politischen Klasse und ihrer Medien. Um zusehen, warum das so ist, sollte man sich klar machen, dass sie nicht nur als die treibende Kraft in den US-Kriegen gegen Irak, Libyen und Syrien als Außenministerin hervorgetreten ist, sondern auch ein paar Züge aus ihrer weiter zurückliegenden Vergangenheit beachten.

Hillary und ihr Mann Bill, u.a. ein Cecil Rhodes Stipendiat des offenen anglo-amerikanischen Imperialismus, gehörten seit ihrer Universitätszeit dem Kreis der mächtigen Rockefeller-Bush-Maschinerie an. In diesem Kreis war besonders die Familie Stephens mit den Brüdern Jackson und Witt wichtig. Sie bestimmten seit Ende der 1940er Jahre die Politik im Bundesstaat Arkansas. Bevor die Clintons George H. W. Bush im Präsidentschaftswahlkampf 1992 „besiegten“, hatten sie privat die Bush-Familie in Kennebunkport im Staate Maine über 19 Mal besucht. Dafür gab es Gründe: Als Bush noch die CIA leitete, wurde der junge Bill Clinton (nach Aussagen mancher ein CIA-Operativ seit Studententagen) Justizminister von Arkansas. Im gleichen Jahr erhielt Hillary einen Job bei Rose Law Firm des Stephens-Clans in Little Rock. Die Karrieren der beiden Clintons bei den Demokraten wurden von den Stephens-Brüdern unterstützt, die sich sonst als stramme Republikaner darstellten. Bill Clintons bekam für seine erste Präsidentschaftskampagne 1992 von ihnen einen illegalen Zwei-Millionen-Dollar-„Kredit“. Jackson Stephens, war während dieser Jahre in fast jeden Skandal verwickelt – von der kriminellen Drogen- und Schmuggel-Bank BCCI, über den Tode seines ehemaligen Rechtsanwalts und späteren Clinton Berater Vince Foster, bis zum Finanzskandal 1996 um Parteienfinanzierungen aus China.

Die Clintons und Stephens waren vor allem in den Iran-Contra-Skandal verwickelt. Zwischen 1981 und 1986, als Clinton Gouverneur von Arkansas war, benutzte der CIA-Agent Barry Seal den Flughafen Mena Arkansas Intermountain Regional Airport, um Tausende von Kilogramm Kokain im Wert vieler Millionen Dollars in die USA zu schaffen. Dies geschah im Austausch für illegale Waffenlieferungen an die von Reagan und Bush unterstützten Contras in Nikaragua. Interessant waren vor allem die Waffenlieferungen an den „Feind“ Iran, als Gegenleistung für die aus wahltaktischen Gründen verzögerte Geiselfreigabe. Iran-Contra-Gate flog später, ohne in der deutschen Öffentlichkeit breit getreten worden zu sein, auf. Die Drogenkurier-Flugzeuge gehörten Air America, die für die CIA arbeitete. Daher rührte die enge Beziehung der Bushs und Clintons. Denn Bill Clinton war es gelungen, jede offizielle polizeiliche Untersuchung des Drogenschmuggels in Mena zu unterbinden. Zeugenaussagen vor Gericht weisen darauf hin, dass er in die Sache nicht nur verwickelt, sondern dafür auch reichlich finanziell entlohnt worden war. Im März 1995 sagte der Staatspolizist Larry Patterson unter Eid aus, er und andere Beamte hätten „wiederholt in Gegenwart von Clinton (als Gouverneur) über die großen Mengen von Drogen gesprochen, die über den Mena Airport transportiert wurden …“ Hillary Clinton war an diesen Deals beteiligt.

Hillary machte sich unterdessen hauptamtlich für die Stephens-Gruppe nützlich. Diese gehört zu den größten Aktionären von 30 multinationalen Unternehmen, darunter war die in Arkansas beheimatete Firma Tyson Food, die weltgrößte „Hühnerfabrik“. Sie erreichte z. B. über den Gouverneur von Arkansa, ihren Ehemann, für die Firma Ausnahmeregelungen, um die Abwässer der Hühnerfabrik entgegen ausdrücklichen Umweltschutzbestimmungen vor Ort in die Flüsse ableiten zu dürfen.

Wir wissen nicht genau, wer Trump ist, nur dass die anerkannten Medien ihn nicht mögen – was eher für ihn spricht. Aber wir wissen, wer Hillary Clinton ist – und davor bewahre uns Gott. Dazu sollte man die recht sachliche Rede Putins vor dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg anhören und ernst nehmen. In ihr warnte er nicht nur vor dem Dritten Weltkrieg, sondern zeigte wie die militärische Vorbereitung der USA, insbesondere ihre Raketenaufstellung in Polen und Rumänien neben der üblen antirussischen Propaganda, Russland in die Ecke treibt, um diesen Krieg zu provozieren. In Ihren Propaganda-Medien haben Sie darüber natürlich nichts erfahren, obwohl es wohl das weltweit wichtigste Ereignis der letzten Monate war.

 

Die deutsche Grünenpolitikerin Renate Künast hat einen sogenannten „Shitstorm“ (massenhafte Proteste in der scheinbar kritischen aber tatsächlich regimetreuen Szene sozialer Netzwerke) ausgelöst. Sie hatte unmittelbar nach dem Axt-Attentat im Regionalzug bei Würzburg besorgt und mit vier Fragezeichen versehen gefragt: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden????“ Als erster Einfall unmittelbar nach dem Attentat ließ das die angegriffene Einstellung der Dame erkennen. Doch, davon abgesehen, hat sie nicht auch Recht, zumal wenn man sich all die recht zweifelhaften „islamistischen“ Attentate der letzten Zeit ansieht? Immer werden die Attentäter erschossen, was die Aufklärung der Attentate erschwert und sie für erwünschte Interpretationen öffnet.

Wir erleben zurzeit einen gescheiterten, (angeblich oder wirklich) dilettantisch durchgeführten Putschversuch in der Türkei. Die USA wurden wie üblich als Betreiber ins Spiel gebracht. Die so argumentieren, verkennen ihren eigenen Widerspruch. Die USA haben Routine mit Regime Changes. Der frühere Stern und Spiegel Journalist Amrin Wertz stellt in seinem 398-seitigen Buch „Die Weltbeherrscher, militärische und geheimdienstliche Operationen der USA“ unzählige solcher erfolgreichen Operationen dar. Man hat dort Routine und macht keine „dilettantisch durchgeführten“, missglückten Putschversuche. Es sei denn, man brauchte einen gescheiterten Putsch für besondere Zwecke, etwa damit ein überlebender Präsident seine angeschlagene Position stabilisieren kann. Das tut Erdogan gerade, ob ihm die USA dazu verhalfen, ist bisher durch nichts bewiesen und somit noch fraglich.

Doch wie sieht es in Europa selbst aus. „Wir stehen am Rande eines Bürgerkrieges“ gestand kein sogenannter Verschwörungstheoretiker, sondern der Chef der DGSI (Direction générale de la sécurité intérieure) in Frankreich, Patrick Calvar. Er soll das bereits mehrere Male vor unterschiedlichen Gremien gesagt haben. Zuletzt warnte er damit am 12. 07 eine für die Überprüfung der Terroranschläge in Frankreich zuständige Parlamentskommission. Der unglückliche französische Präsident Hollande könne sich im Land nur noch aufgrund von Notstandsgesetzen halten, folgerten daraus andere und entdeckten, dass immer dann, wenn der verhängte Ausnahmezustand auslief, ein neuer Anschlag in Frankreich für seine Verlängerung sorgte. Calvar deutete bei seinen Warnungen vor einem Bürgerkrieg in Frankreich auf Betreiber von rechts hin, beließ es aber bei Andeutungen. Bei den zahlreichen „islamistischen“ Anschlägen wurden jeweils die angeblichen Täter von den Sicherheitskräften erschossen und damit aus dem Verkehr gezogen, so dass nicht herauskam, auf welcher Seite der „Bürgerkriegs“-Front sie jeweils gestanden haben könnten.

Peter König von Information Clearing House, das für CNN und Foxnews arbeitet, verband mit den Vorgängen in Frankreich andere Assoziationen, solche, die vielleicht auch Renate Künast bewogen haben könnten, falls sie tatsächlich für das, was sie zu sein vorgibt, stünde (was sich in ihrem persönlichen Fall und vor allem für die Parteiführung der Grünen mit guten Gründen bezweifeln ließe). Peter König erinnern die Vorgänge an „another false flag“ Operation der NATO in Europa und einen Stefan Lendman (auf dessen Blog) sehr stark an ähnliche Maßnahmen der Bush-Administration in den USA. Der frühere US-Vize-Finanzminister (unter US-Präs. Reagan) Craig Roberts ist präziser, ihn erinnern die Vorgänge an die Operationen der NATO-Terrorbande „Gladio“ in Italien (oder „Stand Behind“ in Europa), deren Aufgabe es damals war, durch Terror, den man den Kommunisten und Anarchisten in die Schuhe schob, die Stimmung und vor allem das Wahlverhalten der Bevölkerung in die richtige Richtung zu lenken. Die Anschläge flogen in Italien auf, als Richter Felice Casson bei der Neuuntersuchung eines Falles auf gefälschten Beweisunterlagen stieß, die nur von einer Polizei oder Militär-Stelle gefälscht worden sein konnte. Er ging den Spuren nach und dabei flog Operation Gladio entgegen den Interessen der NATO und ihrer Regierungen allmählich auf, und das wurde auch mit so wenig Öffentlichkeit wie möglich offiziell eingestanden.

Ein überführter Täter, der Gladio-Agent Vinciguerra gestand schließlich u.a.: „Wir sollten ausdrücklich Zivilisten angreifen, Frauen, Kinder, Unschuldige, die nichts mit der Politik zu tun hatten. Der Grund dafür war ganz simpel: Die italienische Öffentlichkeit sollte sich Hilfe suchend an den Staat wenden, zur Regierung gehen und mehr Sicherheit fordern … Das ist die politische Logik hinter all den Bombenanschlägen. Sie blieben unbestraft, weil sich der Staat nicht selbst verurteilen kann.“ Es handelte sich unter anderen um den Anschlag auf der Piazza Fontane in Mailand am 12.12.1969, bei dem 16 Menschen starben und 80 verletzt wurden oder 1980 um den Bombenanschlag auf dem Bahnhof von Bologna, als 85 Menschen starben und 200 verletzt wurden. Keine zimperlichen Aktionen zur demokratischen Meinungsmache seitens der NATO! Es kam zu ähnlichen Untersuchungen in Belgien und der Schweiz. Selbstverständlich wies die US-Regierung jede Beteiligung an derartigen PR-Unternehmungen weit von sich. Casson fand Beweise, die keines der Medien interessierten.

Nun, damals (1980, zehn Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion!) ging es um die Bedrohung des Westens durch den „Kommunismus“. Das rechtfertigte im Sinne der West-Propaganda vieles. Was steht heute auf dem Spiel? Da wäre einmal TTIP, ein angebliches Freihandelsabkommen, dass der europäischen Industrie ähnlich den Garaus machen soll, wie die „verrückten“ Abgasmanipulationen von VW, die zum Transfer von Milliarden Euro in die USA führen wird oder die noch schwachsinnigeren Finanzoperationen der (nicht mehr) Deutschen Bank u.a. im Bereich derivativer Credit Default Swaps mit voraussichtlich noch größeren „Verlusten“. Mit TTIP lässt sich der Geld-Transfer und zugleich noch das zweite Vorhaben viel einfacher bewerkstelligen. Bei dem zweiten geht es um den Abbau („Reform“ genannt) der erkämpften Arbeitsschutzgesetze in Frankreich, womit sich der Sozialist Hollande zurzeit dort sehr unbeliebt macht. Schließlich sollte man in diesem Zusammenhang auch an die Neuentfachung des Kalten Kriegs gegen die ehemaligen „Kommunisten“ im Osten denken. Sie würden die Weltgleichschaltung im Sinne „des Westens“ stören und schwören angeblich wieder heiße Kriegsgefahr herauf, was den Westen zwingt, sein dem Osten 13-fach überlegenes Militär-Budget weiter zu erhöhen. Das Szenario wird durch den Brexit verschärft, der zwar nicht unbedingt gegen die Interessen des (sich von der EU absetzenden) britischen (Finanz) Adels erfolgt sein muss, aber auf jeden Fall die Aufmüpfigkeit und zerfallende Beherrschbarkeit des Wahlvolks andeutet. Nach Meinung von Meinungsforschern sollen über 67% der Franzosen im Grunde einen Frexit befürworten. Ist es das, was der DGSI Chef Calvar unter drohender Bürgerkriegsgefahr verstanden hat?

Martin Schulz /SPD und Präsident des Europäischen Parlaments drückt sich unmissverständlich west-demokratisch aus: „Die Britten haben gegen die Regeln verstoßen. Es entspricht nicht der Philosophie der Europäischen Union, die Masse über ihr Schicksal entscheiden zu lassen.“(vgl zerohedge) Jim Reid, Leiter der Auslandskredit-Abteilung der nicht mehr Deutschen Bank erwartete schon lange, wie er am 27.6 sagte, „unvermeidlich“ einen politischen Unfall, der hilft, die verfahrene wirtschaftspolitische Situation aufzumischen. „Ich war mir nicht sicher, dass Brexit das sein würde, aber ziemlich überzeugt, dass so etwas kommen musste; und es ist sicher nicht der letzte.“ Er zählte einige weitere möglichen „Erschütterungen“ auf. Danach fährt er fort „Man kommt also nicht um die Tatsache herum, dass dies ein Klassenkampf (class war) ist.“ (nach Aufzählung einiger Gründen) „Es ergibt sich aus diesen und anderen Maßnahmen des Establishments ganz klar, dass dieser Status quo sich in einer Demokratie nicht aufrechterhalten lässt… Wenn man nach etwas Positivem Ausschau hält, dann besteht das darin, dass eine Veränderung der Wirtschaftspolitik weltweit eintreten muss. Wir haben oft darüber diskutiert, dass das globale Finanzsystem und viele mit ihm verbundene Wirtschaften bankrott sind. Gut, so ein Schock könnte politische Maßnahmen beschleunigen, um damit umzugehen. Wie ich schon oft gesagt habe, würde ich wünschen, dass diese Politik to be more creative destruction (kreativ zerstörerischer sein würde)… Die Schulden müssten zerstört werden. Doch realistisch gesehen ist das Durcheinander zu groß, um es ohne depressive Wirtschaftsbedingungen (depressionary economic conditions) zu fixieren … Abgesehen von den offensichtlichen Maßnahmen und moralischen  Fragen ist helicopter money das Risiko wert. (Dann geht er auf Widerstände z.B. der Sparer ein) … denn „QE (Gelddrucken) bringt das Geld into establishment institutions und tröpfelt nur gelegentlich bis zu den Massen hinunter. Wir denken Brexit wird schließlich ‚helicopter money‚ beschleunigen…“ So denkt man an der Spitze der klammen ehemals Deutschen Bank. Wenn Sie das verwirrt, lesen Sie das Ganze auf Englisch unter Deutsche Bank und Klassenkampf nach.)

Weil wir gerade beim Establishment und seinem „Krieg“ gegen die Viel-zu-Vielen sind. Schon am 29. 6. 2016 hat der Direktor der Central Intelligence Agency (CIA), John O. Brennan, vor dem Council on Foreign Relations in Washington, DC eine Rede über die komplexe und dynamische internationale Szene gehalten. Dabei ging er auf Dinge ein, die von den Offiziellen bisher leidenschaftlich abgestritten und auf die kranke Phantasie von Verschwörungstheoretikern zurückgeführt wurde. Er sagte: „Ein weiteres Beispiel ist die Reihe an Technologien – oft kollektiv als Geoengeneering bezeichnet – die potenziell dabei helfen können, die Wärmeeffekte des globalen Klimawandels umzukehren. Eine, die meine persönliche Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist das stratosphärische Aerosolsprühen, oder SAI, eine Methode, die Stratosphäre mit Partikeln zu besamen, die dabei helfen können, die Sonnenwärme zu reflektieren, auf die gleiche Weise wie Vulkanausbrüche es tun… Das SAI-Programm könnte die globale Temperaturerhöhung einschränken, … und damit der Weltwirtschaft mehr Zeit verschaffen, um den Übergang von fossilen Brennstoffen zu vollziehen. Dieser Prozess ist auch relativ billig – der National Research Council schätzt, ein volles SAI-Programm würde ca. 10 Milliarden Dollar pro Jahr kosten.“  Allerdings beunruhigte ihn: „Das technologische Potenzial, die Wettermuster zu verändern und bestimmte Regionen damit auf Kosten von anderen zu bevorteilen, könnte eine scharfe Opposition durch einige Länder hervorrufen. Andere könnten die Vorteile des SAI benutzen und von ihrer Verpflichtung zur CO2-Reduktion zurückweichen. Und, wie bei anderen bahnbrechenden Technologien, fehlen noch globale Normen und Regeln, um den Einsatz und die Ausführung von SAI zu lenken.

Nun haben wir es „from the horses mouth“, sogenannte Chemtrails sind Realität. Die Klimaerwärmung durch CO2 ist es nicht – und je länger offiziell herum gelogen wird, wird das immer klarer. Doch ihre Rolle in der Wirtschaftskriegsführung ist so real wie die Chemtrails, die auch weniger das „Klima“ beeinflussen als vielmehr die Biosphäre und die Gesundheit der „Viel-zu-Vielen“. Da sie es nicht in Ihrer Zeitung gelesen haben, sollten Sie es auf der oben angegebenen Webseite der CIA auf Englisch nachlesen.

 

Wald hinter den Bäumen

Zwei Meldungen vorweg: 1. Weltweit wuchs die Schuldenblase in den letzten sechs Jahren „amtlich“ um weitere 60 Billionen Dollar an. Das ist ein neuer Rekord der Weltfinanzordnung!

  1. Ein russischer Militär Hubschrauber ist in Syrien mit US-Spezialwaffen abgeschossen worden, die die Extremisten über CIA-Kanäle bekommen haben. Die Waffentransporte an die Extremisten laufen über NATO-Mitglied Türkei und werden von westlichen Verbänden in ihrem syrisch/irakischen Einzugsgebiet nicht angegriffen.

Und nun zum Rahmen dieser beiden Meldungen:

Im Juni 2016 erschien das „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ der Bundesregierung in Berlin. Es erklärt ausdrücklich Russland zu einem „Rivalen“ (schwammig: das Wort kann „Gegner“ oder „Wettbewerber“ bedeuten). Grund sei „die Krise in der und um die Ukraine“, die ein „konkreter Niederschlag einer langfristigen innen- und außenpolitischen Entwicklung“ sei. Natürlich sind immer die anderen schuld, deshalb bleibt die treibende Rolle Berlins und Washingtons bei der Herbeiführung des Konflikts in der Ukraine und mit den neuen Raketensystemen in Polen, Tschechien und Rumänien unerwähnt. (Angeblich sollten sie sich gegen den „Iran“ richten, jetzt gibt das Weißbuch zu, dass sie gegen Russland gerichtet sind, was Putin immer schon behauptet hatte. Dass mit der „Abwehr“ ein „präemptiver Erstschlag möglich gemacht wird, steht natürlich nicht im Text). Statt „der Westen“, heißt es: „Russland wendet sich … von einer engen Partnerschaft mit dem Westen ab“.

Man findet in dem Weißbuch sogar den Hinweis auf den eigentlichen Grund des Konflikts: „International präsentiert sich Russland als eigenständiges Gravitationszentrum mit globalem Anspruch.“ Das kann von den USA und ihren Vasallen nicht geduldet werden. Deshalb folgert das Weißbuch: „Ohne eine grundlegende Kursänderung wird Russland … auf absehbare Zeit eine Herausforderung für die Sicherheit auf unserem Kontinent darstellen“. Die Kursänderung wäre der Verzicht auf ein „eigenständiges Gravitationszentrum“. Sie zu erzwingen, ist die Politik der NATO und laut Weißbuch auch der Bundesrepublik. Natürlich wissen die Autoren des Weißbuchs, dass die deutsche Bevölkerung friedlichen Handel und Putins Plan des „Gemeinsamen Eurasischen Hauses“ bevorzugen würde und die offensichtlich von oben verordnete Medienhetze gegen Russland und Putin mit dem Urteil „Lügenpresse“ belegt hat. Deshalb finden sich in dem Text auch Alibi-Sprüchen im Sinne von, es müsse wieder „eine belastbare Kooperation mit Russland“ geben – natürlich nur, falls Russland sich unterwirft. Aber selbst dann hängt es vom Großen Bruder ab, ohne den nichts geht, wie das Weißbuch immer wieder betont.

Tatsächlich haben die USA Europa, insbesondere Deutschland, mit den aufoktroyierten Sanktionen praktisch verboten, weiterhin mit Russland Handel zu treiben. Warum das geschah, das sprach einer der US-Vordenker, Gorge Friedman, am 16.3. 2015 vor dem Chicago Council on Global Affairs offen aus. „Wenn deutsches Kapital und deutsche Technologie mit russischer Arbeitskraft und russischen Ressourcen kooperiert, wäre das eine existentielle Bedrohung für die USA“ und „Die Deutschen haben ein sehr komplexes Verhältnis zu den Russen“ und genau das sei die „Deutsche Frage“. Diese bestehe seit 1871 und sei bis heute das „größte Problem der USA“. Deswegen würden US-Regierungen seit einem Jahrhundert versuchen, ein solches „deutsch-russisches Bündnis zu verhindern“. Dafür, sagte er bei anderer Gelegenheit, seien schließlich zwei Weltkriege geführt worden. Das „Problem“ wurde zum ersten Mal vom britischen Geostrategen Sir Halford John Mackinder 1904 ins Spiel gebracht: Eine Zusammenarbeit in Eurasien macht eine Anglo-Amerikanische Weltbeherrschung unmöglich. Auch nach Brzezinski (Die einzige Weltmacht) ist das „Problem“ noch gültig. Eine Möglichkeit erkennt Friedman, in Europa Deutschland und Russland durch eine Reihe pro-amerikanischer Staaten vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer zu trennen (in seinem Buch „Flashpoints: The Emerging Crisis in Europe“). Brzezinski sieht radikalere Maßnahmen vor. Und schließlich ist das denkbar, was zurzeit mit Hilfe der Bundesregierung auch geschieht: Die Degradierung des „deutschen Kapitals“ und – noch wichtiger – der „deutschen Technologie“ bis zur Bedeutungslosigkeit.

Friedman nahm in gewisser Weise im Februar 2015 die jüngsten NATO Beschlüsse vom 9. Juli 2016 in Warschau vorweg. Dort wurde beschlossen (entgegen früherer Zusagen an Russland) unmittelbar an der Grenze zu Russland in Polen und in den baltischen Staaten vier NATO-„Battle Groups“ in Bataillonsstärke aufzustellen. Eine davon will unbedingt die unterwürfige Deutsche Regierung „führen“. Desweiteren will man die Streitkräfte der Ukraine unterstützen und die NATO Präsenz am Schwarzen Meer verstärken. Daher zog man zur Konferenz auch den Verteidigungsminister der Ukraine hinzu, obwohl das Land offiziell, d.h. für das dummgläubige Publikum, noch kein Mitglied der Allianz ist. Insgesamt orientierte man sich an den Plänen des Kalten Kriegs. Analog zur damaligen „Fulda Gap“ sieht man heute eine solche „Lücke von Suwałki“ in Nordosten Polens und Südlitauens, in der mit einem Vorstoß russischer Truppen zu rechnen sei. Dagegen sei die NATO mit ihren 13-fach größeren Militärausgaben als Russland „hilflos“. Deshalb sei es nötig, die Rüstungsausgaben der NATO um mehr als 3 Milliarden US-Dollar weiter zu steigern und das in den nächsten Jahren fortzusetzen. Dazu fordern die strategischen Vordenker der Bundesregierung im üblichen, vorauslaufenden Gehorsam den Ausbau des westlichen Atomwaffenarsenals. Eine „Überarbeitung“ der „Nuklearstrategie“ der NATO sei „dringend geboten“, da eine „glaubwürdige Abschreckung“ zwingend einer „nuklearen Komponente“ bedürfe, hieß es in einem Papier der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Diesen Wunsch griff Karl-Heinz Kamp, Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), in einem „Arbeitspapier“ zum Warschauer NATO-Gipfel auf. Kamp rät zu „kürzeren Reaktionszeiten“ beim Einsatz von Atomwaffen und zu einer „verstärkten Übungstätigkeit“ im „Nuklearbereich“ und mahnt diesbezüglich einen „neuen nuklearstrategischen Konsens“ innerhalb der transatlantischen Allianz an. Die von Friedman vorgeschlagenen notfalls erforderlichen „präemptiven Schläge“ wurden, weil zu heikel, in die offiziellen Dokumente nicht aufgenommen. Friedman ist ja auch kein Diplomat. Steinmeiers Ermahnung zur Besonnenheit wirkt in diesem Kontext, obwohl subjektiv wahrscheinlich ernst gemeint, wie plumpe Desinformation.

Während die EU den USA die Arbeit in Europa weitgehend abnehmen will/soll, spitzen die USA den nächsten Großkonflikt ebenfalls mit der Stationierung eines Raketensystems zur Absicherung eines Erstschlags nun auch in Asien gegen China an.

Gibt es Ursachen für so viel „westliche Aggressivität“?

Griechenland ist wieder Pleite, daran änderte die „westliche Hilfe“ nichts. Sie steigerte nur die Verschuldung des Landes. Warum erwähne ich das hier? Weil zu Wochenbeginn der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in Peking über neue chinesische Wirtschaftsvorhaben in Griechenland verhandelt hat. Der Hafen Piräus bei Athen soll zu zwei Dritteln von einem chinesischen Großkonzern übernommen werden und zu einem der Endpunkt der „Neuen Seidenstraße“ in Europa ausgebaut werden. Die chinesisch-russische „Neue Seidenstraße“ (in China das „One Belt, One Road“ Projekt) ist nicht nur ein billionenschweres eurasisches Infrastruktur-Entwicklungsprojekt, sondern genau das, was Mackinder in seinem geopolitischen Konzept von 1904 eigentlich verhindern wollte. Es ist das, was das Weißbuch mit dem Begriff „eigenständige Gravitationszentrum“ anspricht und gegen das „der Westen“ in Europa und Asien rüstet. Dieses Mal stünde Deutschland zwar nur am Rande, der Schwerpunkt liegt im Osten zwischen Russland und China, wird aber im „Westen“ nicht angstfrei beobachtet.

Dieses Mal wird Berlin nicht in den aus westlicher Sicht nötigen Krieg gegen die Eurasische Einigung hinein manipuliert, es stellt sich – wohl aufgrund früherer Erfahrungen mit seinen noch immer nicht verstandenen Kriegen – von selbst und bewusst auf die „richtige“ Seite. Ob ihm das dieses Mal mehr Glück bringt als bei den zwei früheren Gelegenheiten, lässt sich bezweifeln. Jedenfalls versuchte die Bundesregierung auf dem „Westbalkangipfel“ am 4. Juli 2016 in Paris brav, den Einfluss der eurasischen Entwicklung auf Südeuropa aufzuhalten und die Länder unter der EU-Fahne zu halten. Dem gleichen Zweck dient der (nicht ganz uneigennützige) Vorschlag der Deutschen Bank, die hochverschuldeten südeuropäischen Banken insbesondere die italienischen mit 140 Mrd. Euro „zu retten“. Die Bundesregierung wird wieder brav parieren, zögert aber noch, weil sie nicht weiß, wie sie angesichts der innenpolitisch schwierigen Lage auch das noch ihren Bürgern verkaufen kann.

Was ist der Grund?

Die Bank Monte Paschi – die weltweit älteste Bank hält überfällige Kredite im Wert von rund 47 Milliarden Euro. Aber nicht nur die. Daniel Stelter von der Boston Consulting Group schätzt, dass den europäischen Banken etwa eine Billion Euro an Kapital fehlen. Allein Italiens Banken säßen auf faulen Krediten in Höhe von 360 Mrd. Euro, eine Vervierfachung seit 2008. Sie machen mittlerweile 18% ihres Kapitals und der Spareinlagen ihrer Kunden aus. Bei 10% gelten Banken als technisch bankrott, bei 18% sind sie es auch praktisch. Griechenlands Banken sitzen auf 34% fauler Kredite, Irland bringt es auf 19% und Portugal auf 12%. Die Deutsche Bank hat selbst Probleme. Sie hält knapp 20% des 550 Bill. Dollar großen CDS-Marktes. Credit Default Swaps sind Wetten auf das Platzen von Krediten – ein höchstspekulatives, weitgehend unseriöses Geschäft. J.P.Morgan folgt mit einem Anteil von fast 52 Bill. Dollar, Citibank kommt auf gut 51, Goldman Sachs auf fast 44 und die Bank of America hält fast 28 Bill. Dollar solcher CDS. Die Kapitalisierung der US-Banken wie auch ihr Insider-Wissen ist allerdings deutlich besser als bei der Deutschen Bank. Die EZB versucht u.a. mit ihrem QE-Programm, den aufgeblasenen Bankenapparat zu retten. Sie stellt ihm jede benötigte Kredit- und Geldmenge zur Verfügung. Seit kurzem verleiht sie im Rahmen des „TLTRO II“ sogar neu geschaffenes Basisgeld zu einem Zins von -0,4%.

Auf der anderen Seite hat die US-Regierung zum 31. Mai 2016, d. h. in den ersten acht Monaten ihres (ab 1. Okt.) laufenden Finanzjahres die Staatsschulden um 1,115 Billionen Dollar erhöht. Diese belaufen sich nun auf insgesamt 19,265 Billionen US-Dollar bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,32% (laut US Finanzministerium). In diesem Finanzjahr würden demnach (wenn die FED unnachgiebig wäre) Zinszahlungen in Höhe von rund 446 Milliarden Dollar fällig. Diese Schuldenpolitik hat auch innenpolitische Folgen. Nach Angaben des Politologen Charles Murray leiden jetzt auch weiße Amerikaner der Unter- und der untere Mittelklasse an den selben Übeln wie einst jene Schwarzen, die in Ghettos eingesperrt waren – an zerrütteten Familien, Drogensucht, Arbeitslosigkeit und Gewalt. (Vielleicht waren/sind die neuesten Konflikte zwischen ihnen und den Schwarzen zur Entlastung der pol. Klasse sogar geplant.)

Nun verstehen Sie vielleicht, warum mehr und mehr der Top 1% Einflussreichen, von einem „Befreiungsschlag“ träumen, der alle die leidigen Probleme der Viel zu Vielen mit diesen auf einmal aus der Welt schaffen und bei den Übriggebliebenen die Bereitschaft, die Weltregierung ihrer Oberbosse (nach den Vorformen Völkerbund und UNO) zu akzeptieren, endlich zum Durchbruch verhelfen würde. Vielleicht verstehen Sie dann auch den Brexit. Escobar von Asia Times beschrieb in treffen so: „Wie es scheint, sind die Briten mehr als einer Gewehrkugel ausgewichen, als sie sich davongemacht haben … Die Außenminister Frankreichs und Deutschlands sind angeblich dabei, einen Plan zu enthüllen, die individuellen Mitgliedsstaaten im Rahmen eines ›Ultimatums‹ zu beseitigen.“ Die Website zerohedge.com nennt das „die schockierend vorhersehbare Endlösung für Europas existenzielle Krise nach dem Brexit“. Neben dem Ausweichen verschiedener „Kugeln“, mag beim britischen Establishment auch der Wunsch aufgekommen zu sein, sich vom untergehenden Europa abzuwenden und sich näher dem aufstrebenden eurasischen Raum des „One Belt, One Road“ anzuschließen.

Wer zu sehr auf die Details achtet, übersieht in der Regel die dynamische Entwicklung des Ganzen. Aber manchmal verweisen auch unerhebliche Details auf die Dynamik, wie das folgende: „Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Partei B’90/Die Grünen (2014 die lautesten Russland-basher) im Dezember 2014 vom Südwestmetallverband mit 100.000 Euro die bisher höchste Spende ihrer Parteigeschichte erhalten. Dem Verband gehören vor allem Rüstungsfirmen wie Heckler & Koch (Handfeuerwaffen), Diehl Defence (u.a. Lenkflugkörper) und MTU (Bau von Militärtriebwerken) an.“

 

Man hatte es mit Angstmache versucht: Der Brexit führe zu einem wirtschaftlichen Desaster und würde Euch ärmer machen. Es half nichts. Denn bei der Entscheidung britischer Wähler, die Europäische Union zu verlassen, ging es kaum um Europa oder die EU. Brexit war die Rote Karte, die der kleine Mann der Elite zeigte, ohne selbst so richtig zu wissen, worum es eigentlich geht. Das zeigte sich ganz deutlich am Wahlverhalten: Dort wo Geld war, wurde dagegen gestimmt, wo es fehlt, stimmte man für den Austritt. Selbst die Financial Times gestand ein, dass die Brexit-Revolte „ein Aufschrei gegen die Hochfinanz“ sei. Die Streikbewegung zeigt, dass dieser Aufschrei auch in Frankreich zu hören ist. Die jüngste Umfrage vom Pew Research Center will ermittelt haben, dass in Frankreich 61% der Bevölkerung über die Brüsseler Politik verärgert ist, also knapp 10% mehr als in Großbritannien. In anderen Ländern tritt die Unzufriedenheit in Form von separatistischen Bestrebungen auf.

Der Aufstieg von Donald Trump und Bernie Sanders in den USA zeigt das gleiche Phänomen. Selbst ein Henry Kissinger warnte: „Die Wirkung des britischen Referendums ist deswegen so grundlegend, weil sich die Emotionen, die das Ergebnis widerspiegelt, nicht auf Großbritannien oder Europa beschränken.“ Das sagte er noch vor den jüngsten Morden an Farbigen und danach an Polizisten. Die Unzufriedenheit mit der Elite wächst. Noch halten sich in Deutschland die Politikverkäufer stramm an die Vorgaben der Elite. Und Merkel versucht es wieder mit der außenpolitischen Angstmasche gegen Russland. Aber irgendwann werden selbst die deutschen Duckmäuser und Schuldbesessenen merken, dass ihnen das Hemd näher sitzt als der Rock.

Kommt es im Gegensatz zum Geist und der Geschichte der sogenannten „Demokratie“ zu einer Emanzipation der Mehrheit der Bevölkerung von der Indoktrination und Manipulation durch die sogenannte „demokratische“ Elite und damit zu einer politischen Neuorientierung von Teilen des Bürgertums? Oder vermag die Elite mit der Terrorisierung der Bevölkerung durch die Angstmache von Öko-, Klima-Katastrophen bis hin zur Hetze gegen die angebliche Aggression Putins oder die „Gelben Gefahr“ den Trend noch aufzuhalten und ihr System als „Faschismus mit demokratischen Gesicht“ zu stabilisieren. Kann der alte Etikettenschwindel, die Menschen weiterhin verwirren: Wenn die Stay Behind Terroristen der NATO ihre Aktivität kommunistisch dekoriert, oder wenn die Elite-Instrumente „IS“ oder „Antifa“ (um nur zwei zu nennen) als Feinde der Elite dargestellt und sogar scheinbar bekämpft werden, um ihren Dienst für die Elite wirksamer verrichten zu können.

Vielleicht wacht die Gesellschaft nach „jahrzehntelangen Schuldenorgien, zunehmender Geldentwertung, Sparer-Repression, skandalösen Bankenrettungen, zunehmend prekären Arbeitsverhältnissen und endloser Geldvermehrung mit immer unerschwinglicheren Preisen für Wohnraum“ etc. endlich auf. Vielleicht erkennt sie bald den eigentlichen Feind hinter der Flüchtlingswelle, die diese Leute durch Krieg und Wirtschaftspolitik entwurzelt und ins Land treibt, um auf dem Arbeitsmarkt die breite Masse in Verteilungskämpfe zu verwickeln und die Reallöhne weiter abzusenken. Vielleicht spüren die Sparer allmählich, wer ihre Ersparnisse entwertet und gleichzeitig steigende Abgaben und Steuern erzwingt. Europas regierende Politikverkäufer sind mit den vielen, aufscheinenden Herausforderungen von der Flüchtlingskrise über die rasch wachsenden Schuldenberge bis hin zu den drohenden Banken- und Staaten-Bankrotts offensichtlich überfordert, weil sie sich nie um die Ursachen dieser Entwicklungen kümmern mussten. Nun wird es schwer, diese Politik weiterhin mit leeren Phrasen zu vertreiben. Bisher mussten die Politikverkäufer nur darauf achten, es den Eliten recht zu machen, um ihrer eigenen Eitelkeit zu frönen und sich ihre gut bezahlten und honorierten Arbeitsplätze zu sichern. Inzwischen könnten sie dabei die rote Karte ziehen, und vorbei wäre das süße Leben.

Wahlenthaltungen deuteten die aufkommende Unsicherheit und die Zweifel an. Sie gehen allmählich in Proteste über. In allen Ländern bilden sich Protestparteien, die rasch Zulauf bekommen. Die Elite-Medien versuchen es mit Lächerlich-Machen der Protestparteien, stellen sie wie die SZ vom 24.6. als ewig gestrige “Antwort aus dem falschen Jahrhundert“ oder wie die NZZ vom 17.6. als Provinzialismus der Ewiggestrigen und Wutausbruch geistig zurückgebliebener Hinterwäldler dar oder beschimpfen sie einfach nur, wie SPD-Chef Gabriel, als „Pack“ usw. Die Politikverkäufer vergessen, dass das Pack hart arbeiten muss, um die Kosten und Verschwendungen ihrer Politik und deren Auftraggeber zu decken. Bürokraten verlassen sich noch auf die herkömmlichen, kleinen Wahlbetrügereien. Doch das steigende Ausmaß an erforderlichen Eingriffen bringt diese zunehmend an die Öffentlichkeit, so dass Gerichte (wie jüngst in Österreich) die Klagen dagegen nicht mehr wie bisher unter den Teppich der Belanglosigkeit kehren können. Ob das European Union Police Training, bei dem eine neu aufgestellte EU-Polizei zusammen mit Militär-Abordnungen die Bekämpfung von Aufständen übt, wieder für mehr „Stabilität“ der Verhältnisse sorgen kann?

In Großbritannien erschien am 5.7. noch dazu der 2,6 Mio. Wörter umfassende Chilcot Report. Er zeigt nicht nur die Intrige von Premier Toni Blair und US-Präsident Bush, um den Irakkrieg endlich in Gang zu bringen. Er dokumentiert auch, dass dabei die Zunahme des internationalen Terrorismus, vor dem der britische Geheimdienst in dem Zusammenhang gewarnt hatte, billigend in Kauf genommen wurde. Er zeigt vor allem, wie gefährlich es ist, die nationale Souveränität einer internationalen Elite, die nach 200 Jahren Intrigen mit Kriegen und Finanzkrisen glaubt hatte, dass das inszenierte Chaos groß genug sei, um endlich ihre Weltherrschafts-Vorstellungen durchsetzen zu können.

Nur leider hatte ihnen Russland zu guter Letzt noch einen Strich durch die Rechnung gemacht und im Gefolge Russlands die Volksrepublik China. In beiden Ländern wurde die von der Elite in die Startlöcher gehievten Politikverkäufer wieder aus diesen hinausgedrängt. Schuld daran war vor allem einer, der als Geheimdienstmann mit Verbindungen zu einer ehemaligen russischen „Großfürstin“ im Westen die Intrige durchschaut hatte und dann entsprechend die Notbremse gezogen hat: Wladimir Putin. Ihn trifft daher der volle Hass dieser Möchtegern-Gutmenschen und ihres dümmlichen Gefolges. Was jetzt? Krieg? Wen schickt man vor? Schreien Merkel und von der Leyen: hier, nimm wieder einmal uns!

Wir sprachen von der Elite. Doch wer soll das sein? Noch geht es den meisten politisch Interessierten wie den Blindgeborenen in einem buddhistischen Gleichnis des Palikanons. Nach diesem Gleichnis hat ein König (Raja) die Blinden befragt, was ein Elefant sei. Sie wussten es nicht. Danach ließ er einen Elefant hereinführen. Die Blinden durften ihn nun „empirisch“ wahrnehmen, das heißt, der eine Blinde durfte das Ohr des Elefanten mit seinen Händen begreifen, der andere den Schwanz, ein anderer die Füße, wieder ein anderer den Rumpf, den Rüssel, Stoßzahn usw. Danach befragt er sie wieder, was ein Elefant sei. Jeder berichtete nun das, was er „begriffen“ hatte und der König amüsierte sich darüber, wie sie einander in der vollen Überzeugung, begriffen zu haben, in die Wolle gerieten. Das Gleichnis kommt in vielen Versionen und Religionen vor und ist äquivalent zum bekannten Höhlengleichnis Platons. Nicht die Fakten, der Faktor, die Ursache ist zu wissen entscheidend. Ähnlich mutet der Streit der linken und rechten „Systemkritiker“ darüber an, was „das System“ oder die Betreiber des Systems sind. Fragt sich also, wer der Elefant wirklich oder der sich freuende Raja hinter dem Streit ist.

Das überzeugend zu klären verlangt mehr Arbeit und vor allem mehr Raum und Lesebereitschaft als im Rahmen der Spatz-Seiten möglich ist. Im Folgenden müssen einige Andeutungen genügen. Anzufangen wäre bei den Ursprüngen der viel gelobten „Demokratie“ in England. Sie wird als die Befreiung des Menschen von der Zwangsgewalt des Königtums durch das Parlament gefeiert. Tatsache war, dass dieses „Parlament“ das gemeinsame Projekt des britischen Hochadels und der Wollhändler war. (Wolle war zu Beginn der einzige englische Exportartikel, durch den Geld (Gold) ins Land kam. Die Wollhändler waren die Vorläufer der Hochfinanz). Dieses Bündnis hetzte eine breitere wohlhabendere Bevölkerung gegen die Zentralgewalt des Königs auf. Ziel war den königlichen Schutz für die Kleinen Leute, vor allem die Bauern und Pächter, auszuhebeln. Mit Hilfe der sogenannten Friedensrichter gelang es den sogenannten Demokraten, die Almende einzuhegen, den Bauern die Existenzgrundlage so zu schmälern, dass sie schließlich das Land verlassen mussten, um als Proletarier in den Städten Arbeits-, Kriegs- vor allem Matrosendienste anzunehmen. Der Hochadel und seine Hintersassen wandelten das gewonnene Land in Schafweiden um, und lieferten den Wollhändlern (der späteren Hochfinanz) erst vermehrt Exportware und dann Arbeiter für die Textilindustrie. Das Königtum passte sich bald nach der „Glorious Revolution“, um geduldet zu werden, entsprechend an und lieferte der Clique den pompösen Mantel.

Das politische Geschick dieser „Demokraten“ bestand von Anfang an darin, 1. einen Großteil der Bevölkerung gegen die Zentralregierung des Königs aufzuwiegeln. Dazu mussten sie u.a. überzeugende Skandale inszenieren, um die Gemüter zu erhitzen, zu „entrüsten“, die Leute mit relativ kostenlosen Freiheitsrechten zu verlocken und ihnen gegebenenfalls Hassgegner (z.B. Anders-Gläubige) anzubieten, an denen sie ihr Wütchen kühlen konnten. 2. mussten sie die Beamten der Zentralverwaltung (die „Friedensrichter“ u.a. Beamte) korrumpieren und für ihre Zwecke dienstbar machen. Das war die Essenz von „The Great Transformation“, deren Einzelheiten Karl Polanyi in seinem 1944 veröffentlichten Buch dieses Titels beschreibt. Viele weitergehende Details dazu hatte auch der „linke“ Leo Kofler in seinem umfangreichen Buch „Zur Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft“ von 1948, (der Polanyis Text nicht gekannt haben konnte) zusammengetragen. Die Elite erreichte im Verlauf der demokratischen Entwicklung, sich der Staatsgewalt und vor allem der Staatskasse zu bedienen und verfeinerte ihre Fähigkeiten und Methoden. Doch scheint sie mit ihren jüngsten Maßnahmen, z.B. der Flüchtlingswelle, wieder auf die alten Prinzipien (Anfänge) ihrer „demokratischen“ Politik zurückzukommen.

Doch wer genau ist diese Elite? Hochadel und Hochfinanz sind ein vages Feld. Nicht jeder, auf den dieses Etikett zutrifft, gehört dazu. Im Lauf der nahezu vierhundertjährigen Geschichte der „Demokratie“ in England und später auch in den USA hat sich ein enger Kreis mit Weltherrschaftsambitionen um die beiden Flügelmänner Lord Salisbury (1830 – 1903, Adel) und Cecil Rhodes (1852 – 1902, Geld) mit „progressiven“, „konservativen“ und „intellektuellen“ Hilfskräften herausgebildet. Die Geschichte dieses Kreises konnte Carrol Quigley, ein Insider der Clique, der sich nur an deren Geheimniskrämerei stieß, nachdem er Zugang zu ihren Unterlagen erhalten hatte, niederschreiben.

Quigleys erstes Buch von 1949 behandelt im Detail „Das Anglo-Amerikanische Establishment“ das Bündnis des britischen Hochadels mit der Hochfinanz des Westens und ihrer akademischen und politischen Dienstmänner in den Institutionen. Das Buch gefiel den Auftraggebern nicht: Es war zu offen. Das Manuskript konnte daher nicht erscheinen. Es wurde erst 1981 lange nach dem Tod Quigleys von jemandem herausgebracht, der mehr oder weniger zufällig auf das Manuskript aufmerksam gemacht wurde. Das ist sehr verwunderlich, weil Quigley selbst dieser Elite sehr nahe stand, an der renommierten US-Diplomatenschmiede (Georgetown University) lehrte und politische Kader des US-Militärs ausbildete. Vermutlich nicht mehr im Auftrag dieser Leute verfasste er knapp 20 Jahre später seine sehr umfangreiche Darstellung des politischen Umfeldes, in der dieses Establishment ab Mitte des 19.Jahrhunderts bis kurz vor Erscheinen des Buches agierte. Dieses Mal fand Quigley einen renommierten Verleger. Doch wurde das Buch kurz nach Erscheinen aufgekauft, über eine mögliche Neuauflage wurde der Autor Jahre lang täuschend hingehalten. Erst nach Auslaufen der Verlagsrechte konnte das Buch quasi als Raubdruck erscheinen.

Beide Bücher sind seit Anfang dieses Jahres auch auf Deutsch erschienen – natürlich in einem vom „main stream“ angefeindeten Verlag. Erst die beiden Stränge, der der Great Transformation (von „links“, soziologisch) und der des Anglo-Amerikanischen Establishments (von „rechts“, personenbezogen historisch), ermöglichen zusammengenommen ein angemessenes Verständnis der „Elite“, ihres wachsenden Einflusses auf die jüngere Geschichte und deren mörderische Kämpfe seit 1913, nach der „translatio imperii“ von England nach den USA.

Ein solches Verständnis ist die Voraussetzung, damit der Protest nicht wieder wie z.B. 1917 oder 1933 (und öfter) von Rattenfängern oder politisch Naiven an der Nase herum vom Regen in die Traufe geführt wird.

 

Trau, schau wem

Zum 30. April 2016 lebten bei uns mindestens 1,8 Millionen Immigranten. Doch diese Zahl lag dem UN-Flüchtlingshilfswerk nicht vor. Als dort die neue Statistik vorgestellt wurde, belief sich die Zahl der offiziell bei uns gemeldete Flüchtlingsbevölkerung auf nur 316 000. Die Regierung gab nur Flüchtlinge an, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen ist. Andere gab es hier nicht. Nach dem Easy-Registrierungssystem der Bundesländer waren im Dezember 2015 bereits 1,1 Millionen Flüchtlinge gespeichert. Hinzu kommen Hunderttausende, die sich der Erfassung entziehen und daher nicht zu zählen sind. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schätzt, dass bei uns bereits 1,5 Millionen Menschen mit laufenden oder abgeschlossenen Asylverfahren lebten. Hinzu kämen weitere 300 000, die zwar registriert sind – laut BAMF aber noch immer keinen Asylantrag gestellt haben. Das sind zusammen 1,8 Millionen. Inzwischen dürfte diese Zahl weit höher liegen. Hinzu kämen die Untergetauchten. Die haben ihren Aufenthalt nie angemeldet, nie Sozialleistungen beantragt und sind bei keiner Polizeikontrolle aufgefallen. Bereits vor dem großen Flüchtlingsansturm schätzte Migrationsforscherin Dita Vogel von der Universität Bremen: Es gibt bis zu 520 000 »irregulär aufhältige« Ausländer in Deutschland. Befragt man Langzeitstatistiken, dann leben 9,1 Millionen Ausländer und 9,2 Millionen Deutsche mit ausländischen Wurzeln im Land. Warum meldet unsere Regierung nur 316.000? Weiß sie überhaupt, was im Land läuft, oder ist sie auch dazu von Information aus dem „befreundeten Ausland“ abhängig?

Der hessischen Landespolitikers und Extremismus-Experte Ismail Tipi (CDU) berichtete in einer Pressemitteilung vor wenigen Wochen von einem „Top-Secret-Einsatz“ des SEKs in Nordrhein-Westfalen. „Nach meinen Informationen wurde bei diesem Einsatz ein Waffenlager mit schweren Kriegswaffen ausgehoben“. Tipi will Hinweise darüber bekommen haben, dass sich „dschihadistische Radikalislamisten“ in Deutschland mit Kriegswaffen ausrüsten. Er mache sich große Sorgen, dass möglicherweise auch in einigen anderen Städten in Deutschland solche versteckte Waffenarsenale errichtet worden sind. Darüber hinaus spricht der Hamburger Verfassungsschutz von einer Erhöhung der Unterstützer und Sympathisanten des bewaffneten Dschihad in Deutschland. Allein in Hamburg will er mehr als 300 identifizierte Unterstützer ermittelt haben.

Löst der Dschihad jetzt die Operation „Gladio“ oder „Stay Behind“ ab, mit denen die CIA in den vergangenen Jahrzehnten die westeuropäische Bevölkerung in politisches Wohlverhalten terrorisiert hatte, und dabei die Terrorakte mit Unterstützung zuständiger Dienststellen und deren Massenmedien kommunistischen und anarchistischen Gruppen in die Schuhe geschoben hat (z.B. 1980 im Bahnhof von Bologna mit 85 Toten und rund 200 Verwundeten) oder die Führung solcher Gruppen durch eigene Agenten selbst übernommen hat (z.B. im Zusammenhang mit der Ermordung von Aldo Moro).

Dienen also die problematische Willkommenskultur und das offensichtlich nicht ganz unpassende Versagen bei der Registrierung der sogenannten Flüchtlinge diesem Zweck? Die nähere Beschäftigung mit den bekannt gewordenen Einzelheiten über einige der den Islamisten zugeschriebenen jüngeren Terrorakte, allen voran der Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie H. deuten in diese Richtung. Warum diese Einzelheiten in der Berichterstattung der anerkannten Medien fehlen hat das Zitat von Ben Rhodes, Obamas Kommunikationsexperten und Redenschreiber im letzten Spatz vielleicht erklärt. Nach dem zitierten Hinweis, dass die anerkannten Medien ihre Informationen über die Welt direkt aus dem Weißen Haus beziehen und von Leuten denen er bescheinigte: They litterally know nothing“ fuhr Rhodes fort: „Der einfachste Weg für das Weiße Haus, die Nachrichten zu beeinflussen, ist über die Presse Briefings … Von dort verbreiten sie (die Medien) unsere Botschaft eigenständig.“ (6.5. in der New York Times)

Und zu welchem Zweck, sollte der Staat, die Regierung (natürlich nur wenige Eingeweihte in diesen Institutionen) das unternommen haben? Eine terrorisierte Bevölkerung ist eine, die der Staatsgewalt kuscht und gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte zwecks angeblicher Erhöhung der Sicherheit nicht aufbegehrt. Das ist aber nur die eine Sache. Die andere Folge terroristischer Verunsicherung nennen die Psychologen „confirmation bias“ und meinen damit die gesteigerte Abwehr aller Informationen, die ein bereits wackelig gewordenes Glaubenssystem weiter verunsichern und gefährden könnten (und im Gegenzug, die willfährige Annahme jeder Information als wahr, wenn sie das Glaubenssystem zu stabilisieren vermag – egal wie hirnrissig sie sein mag). Gefährdet ist der Glaube, dass die „demokratisch gewählte Regierung“ im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung regiert.

Innerhalb der letzten sechs Jahren ist zum Beispiel der Wert des obersten US-Aktienindex S&P 500 siebenmal schneller gestiegen als das Brutto Inlandprodukt der Vereinigten Staaten. Das war bei uns nicht anders, nur fehlen mir hier die Zahlen. Die Federal Reserve (FED) hat die Aktienkurse mit Hilfe von ZIRP und QE (Geldschöpfung im Rahmen sogn. Bail Out Programme für System-Unternehmen) hauptsächlich dadurch manipuliert, dass sie das Geld von den realen Gütermärkten (der Arbeiter, Anleger, Rentner und investierenden Firmen) wegnahm und es der Wall Street (den Insider, Cronies, Investoren, Banker, Spekulanten, kurz den System-Unternehmen) zuführte. Steven D. Williamson, Vizepräsident der Federal Reserve of St. Louis, also selbst Insider, schrieb in einem Anfang des Jahres veröffentlichten Papier, dass die seit 2008 praktizierte Politik der US-Notenbank FED weder die Inflation in den angepeilten Zielbereich gebracht, noch die Wirtschaft stimuliert habe. Wörtlich schrieb Mr. Williamson: „Meines Wissens gibt es keine Arbeit, die eine Verbindung von Quantitative Easing mit den damit angestrebten Zielen der FED – Inflation und reale Wirtschaftsaktivität – herstellt.“ Nicht einmal die „Inflation“, die Verwässerung der Kaufkraft der Sparguthaben und privaten Krisenvorsorge, die das Geldausgeben der Leute hektisch beschleunigen soll, sei gelungen.

Warum? Weil – könnte man denken – die überschuldete Mehrheit das Geld benutzt, um Schulden abzuzahlen, und damit das Geld wieder vernichtet. Dass ein solches Argument Blödsinn ist, wird aus dem Charakter des Geldes klar: Geld ist die Zahlungsverpflichtung eines anderen, und kommt ausschließlich über Kreditvergabe – über Schulden also – zustande. Daher hat die allgemeine Verschuldung auch nicht ab- sondern zugenommen? Sie gelangte höchstens zur Umschuldungen von wackeligen Kreditnehmern weg auf den relativ sicheren Schuldner Staat (=Steuerzahler). Das Geld ist tatsächlich in erster Linie  – wie vorhersehbar und wohl auch geplant – den Wertpapierbesitzern zugeflossen und hat den Nominalwert ihrer „Vermögen“ angehoben.

Es ging weder der FED noch ihrem Ableger der EZB je darum „die Wirtschaft anzukurbeln“ (das war nur die inzwischen übliche falsche Propaganda). Von Anfang an wollte man den großen Investoren an den Bondmärkten, den Banken und Pseudobanken, auf möglichst einfachem Weg quasi risikolos Milliardenbeträge in Form von Handelsgewinnen zuschieben (Der (ehemals) Deutschen Bank hat das trotzdem nicht geholfen). Als das QE-Programm (Quantitative Easing, neu geschöpfte Geld auf den Markt zu werfen) bekannt wurde, kauften Banken und entsprechende Großspekulanten mit zinslosen Milliarden-Krediten der FED und EZB damals noch positiv verzinste Bonds auf, um diese dann mit satten Kursgewinnen (aufgrund von QE) wieder an die FED und EZB zurückzuverkaufen. Die EZB hat mit ihrer neueren Ankündigung, nun auch gewichtige Unternehmensanleihen in der Eurozone aufzukaufen, bei den Finanzgroßinvestoren „Vorzieheffekte“ ausgelöst. Diese Leute kaufen dieses spezielle Marktsegment leer, um die erworbenen Papiere in den kommenden Monaten mit ebenfalls steigenden Kursen bei der EZB „zu endlagern“.

Gedeckt wird dieses finanzielle Umverteilungstheater durch Politiker und ihre Parteien. Sie lassen sich für ihre Dienste fürstlich belohnen, natürlich nicht von den Wertpapierbesitzern oder Parteimitgliedern, sondern von den Steuerzahlern. In der Bundesrepublik bekamen die Parteien nicht von den Mitgliedern (gibt es da noch immer Beitragszahler?), sondern vom Staat im Jahre 2014 156.737.599,- €. Die Fraktionen im Bundestag im gleichen Jahr 75.532.530,81 € (im Kleinen, bei den Cent ist man sehr genau!). Außerdem erhielten die politischen Vereine der Parteien, die weitgehend nur den Zweck haben, Steuergelder in die Taschen der Parteien zu leiten, 466.000.000 € aus der Staatskasse. Insgesamt kosteten die Parteien die deutschen Steuerzahler im Jahr 2014 die stolze Summe von 698.273.129,80 €, also über eine halbe Milliarde €. Tendenz steigend. Die Gegenleistung? Bitteren Honig um den Mund geschmiert zu bekommen!

 

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