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Der US-Präsident nannte den Iran ein “mörderisches Regime”. Gibt es faktisch ein mörderischeres Regime als die USA mit ihren seit 16 Jahren betriebenen, völkerrechtswidrigen Aggressionen im Nahen Osten, die bisher rund 6 Millionen Menschenleben gekostet, Emigrationnswellen ausgelöst und kräftig für die Rekrutierung von Terroristen gesorgt haben. Aber wir, der Westen, sind die Guten, die anderen – was sind die? – offensichtlich alles was schlecht und unerheblich ist. Gibt es Gelüste auf einen Regime Change, stellen die Massenmedien sofort den Sprachgebrauch darauf ein: Diktator, Schlächter, Mörderisch etc. Willkürmaßnahmen und Lügengeschrei westlicher Medien scheinen von arroganter Selbstsicherheit zu strotzen. Näher besehen sind sie Anzeichen von Schwäche. Eine winzige Clique von Leuten, die sich kraft ihres Rechts nach Gusto Dollar drucken zu dürfen als die Herren der Welt verstehen, sehen ihre Felle davon schwimmen und geraten in Panik. Sie hetzen ihre Politikverkäufer hektisch in Verstöße gegen das Völkerrecht, die sich mit Vernunft und Perspektive nicht mehr in Verbindung bringen lassen. Sie opfern die letzten Reste der bisherigen bipolaren Weltordnung, die nach 1945 eingerichtet worden war und bisher den Großen Endkampf verhindern konnte.

Die USA bilden jetzt mit Israel und Saudi-Arabien eine Gruppe, die ihre bisherigen Phrasen von „Demokratie und Freiheit“ nur noch gegenüber ideologisch verblendeten Idioten glaubhaft vertreten kann. Russland und China stellen die Gegengruppe. Dazwischen liegen verschiedene andere Gruppierungen.

Eine davon ist die EU, die wegen ihrer ekelerregenden Hörigkeit, die ihr bisher weniger als Nichts eingebracht hat, nicht mehr weiß, wer sie ist und was sie selbst will oder glaubt, wollen zu dürfen. Emmanuel Macron und Angela Merkel waren nach Washington gereist, um für ihre Position zu werben. Sie kamen mit leeren Händen als übertölpelte Nichtse zurück. Der neue US-Botschafter, Richard Grenell, hat am 8.5., dem Tag seines Amtsantritts, weithin zu verstehen gegeben, was man in Washington von Europa hält. Er hat die Unternehmen der Bundesrepublik ultimativ aufgefordert, ihre Geschäfte im Iran „sofort herunterzufahren“. (Spiegel.de 09.05.20188). Zuvor war das Gleiche mit ähnlichen völkerrechtlich bedenklichen Sanktionen gegen Russland geschehen – nur für die deutsche Regierung scheinbar etwas weniger beleidigend . Wie es aussieht, wählt Europa faktisch die Unterwerfung, während es propagandistisch den Schein der Selbständigkeit aufrechtzuerhalten versucht.

Wieder eine andere Gruppe stellen Japan, Indien, Australien und Kanada. Die ehemaligen Westler finden sich in einer ähnlichen Lage wie Europa, weisen aber deutlich mehr Selbstbewusstsein und Selbständigkeit auf als das senile, kriecherische Europa, das spätestens mit dem Kosovo-Krieg 1993 (damals seitens Rot/Grün) im Dienst der USA seinen Untergang eingeläutet hat. Dann gibt es noch Länder der Dritten Welt, die darauf angewiesen sind, sich dem stärkeren und zahlungsfähigeren Block anzuschließen. Und der scheint immer weniger der US-Block zu sein. Die Gräben zwischen den Lagern verbreitern sich zusehends. Eine Krise droht, aber eine Krise ist, wie das Wort sagt, eine Wegegabelung. Sie kann eine Entscheidung zum besseren sein, weg von der aggressiven Geschäftemacherei und hin zu einer Gesellschaftsformation, die Arbeit und Handlungen zum Wohl der breiten Weltbevölkerung möglich macht.

Präsident Donald Trumps Entscheidung, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukündigen und wieder Sanktionen gegen das Land zu verhängen, mag mit allerlei machtpolitischen Argumenten verkauft werden. Etwa: Der Vertrag habe zu wenig die Destabilisierungsmaßnahmen des Iran im Nahen Osten berücksichtigt. Doch wer destabilisiert in dieser Region, wer führt dort Aggressionskriege ohne selbst bedroht worden zu sein und das unter offensichtlich erlogenen Vorwänden? Wer versuchte im Sinne seiner Verbündeten Saudi Arabiens und Israel mit gekauften religiösen Fanatikern säkulare nationale Regime zu stürzen, um leichter zu manipulierende islam-fanatische (der Muslim-Bruderschaften) zu etablieren?

Im Grunde geht es den Bloß-noch-Krämerseelen im Hintergrund wieder einmal in erster Linie um Geldgewinn. Das ist in der „westlichen“ Marktgesellschaft logisch, die als einziges ernsthaftes Handlungsmotiv (angeblich „zum Wohle aller“!) die egoistische Erzielung von Geldgewinn vorsieht. Die Kündigung des Atomdeals treibt den Ölpreis wieder in die Höhe mit der Hoffnung, die USA könnten mit den jüngsten neuen Errungenschaften des Fracking, das Öl- und Gas-Geschäft wieder an sich ziehen (vgl. Financial Times 10.5.) „Die günstigen wirtschaftlichen Bedingungen für ‚shale producers‘ mit höheren Preisen und niedrigeren Kosten bedeuten, dass der US oil output bereits schnell anstieg. Er soll im Jahr 2018 bereits den von 2017 um etwa 1.4 Mio Fass pro Tag übersteigen.“

„Ich hoffe, mit ihnen (dem Iran) einen Deal machen zu können, einen guten Deal, einen fairen Deal – einen guten Deal für sie, der besser für sie ist“, sagte Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung am 8.5. in Indiana. Das klingt versöhnlich. Doch kann unter Umständen auch „Geld her oder Leben“ als ein „guter Deal“ für den Betroffenen durchgehen, wenn er überlebt. Die Möglichkeit eines „fairen Deals“ scheint bei den verbliebenen US-Verbündeten nicht so gut angekommen zu sein. Zwei Tage nach diesem Ausspruch haben am 10.5, israelische Streitkräfte – nach bereits rund 100 israelischen Angriffen auf Syrien seit 2011 – erneut etwa 50 Ziele in Syrien bombardiert. Das sei eine Antwort auf den Angriff eines iranischen oder syrischen Mehrfachraketenwerfers (Genaues weiß man nicht) gewesen. Dieser habe aus einer Position 30 bis 40 Kilometer von Damaskus entfernt die Golanhöhen beschossen, allerdings ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Wer, außer den Involvierten, weiß ob der Mehrfachraketenwerfer, wenn es ihn überhaupt gegeben hat, nicht zu eben diesem Zweck von den vom Westen unterstützten und bewaffneten Terrormilizen, die schon die Giftgas Vorfälle inszeniert hatten, bedient worden ist. Der israelische Angriff sei, heißt es, mit Moskau abgesprochen gewesen. (Benjamin Bidder in: Spiegel.de 10.05.2018). Soll Moskau damit – als Nebeneffekt – seine gewonnene Glaubwürdigkeit im Nahen Osten wieder aufs Spiel setzen, wie in den 1990er Jahren das innenpolitisch geschwächte Russland beim US-Überfall auf den Irak? Einen Angriff auf den Iran hatten die jüngst beförderten Hardliner in der US-Administration, John Bolton und Außenminister Mike Pompeo, seit Jahren mit der Begründung gefordert: Eine iranische Atombombe würde „die Handlungsfähigkeit der USA (sprich ihr Öl- und Gas-Geschäft) im Mittleren Osten begrenzen“ und Washington müsste dann „zweimal nachdenken, bevor es in der Region etwas unternimmt.“ (Hat es dazu etwa ein gottgewolltes Recht?) So etwas müsse notfalls durch Krieg verhindert werden. (Matthew Kroenig: Time to Attack Iran. Foreign Affairs Jan./Febr. 2012).

Und wie reagieren die Regierungen der angeblich „souveränen“Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich? Sie seien dem Atomabkommen „weiterhin verpflichtet“, ließen sie bereits am 9.5. in einer gemeinsamen Erklären verkünden, doch müsse der Iran (trotz Sanktionen und Angriffe) „seine eigenen Verpflichtungen aus dem Abkommen weiterhin erfüllen“ und sich zusätzlich weiteren Forderungen des Westens unterwerfen. Diese beträfen nicht nur den „langfristigen Rahmen für das iranische Nuklearprogramm“ über den Zeitraum des Abkommens hinaus, sondern auch „Fragen des ballistischen Raketenprogramms des Iran und dessen destabilisierende regionale Aktivitäten, insbesondere in Syrien, Irak und im Jemen.“

Die „regionalen Aktivitäten“ des Iran hatte „der Westen“ durch seine Aggressionen selbst provoziert. Der US-geführte Überfall auf den Irak seit 2003 hat den politischen Einfluss der schiitischen Mehrheit des Landes und damit den Einfluss des Iran im Irak erheblich gestärkt. Der vom Westen erst durch die Terror-Milizen und dann durch den angeblichen Krieg gegen diese Milizen betriebene Krieg, ihre Zerstörungen in Syrien und die widerrechtliche Besetzung syrischen Gebietes (seiner wichtigsten Öl-Quellen) hat die syrische Regierung veranlasst, auch im Iran um militärischen Beistand nachzusuchen. Das hat die Präsenz iranischer Militärs in Syrien zur Folge gehabt. Der zunächst schwache Einfluss persischer Gruppen auf die Houthi-Milizen im Jemen ist eskaliert, als Saudi-Arabien mit direkter US-Unterstützung den Jemen direkt bombardiert hat. Jetzt richtet sich der Angriff des Westens (vorerst noch verstohlen) gegen den Iran, dessen Einfluss er aus politischer Dummheit oder eher mit machtpolitischem Kalkül selbst provoziert hat.

Der nun einseitig verkündete Bruch des Atomabkommens und die Wiedereinführung von US-Sanktionen gegen den Iran bringen neben den Russland-Sanktionen weitere milliardenschwere Einbußen für die deutsche Industrie (nicht für die amerikanische!) mit sich. Der bereits Ende 2016 vereinbarte Liefervertrag über 100 Airbus-Flugzeuge zum Preis von 16 Mrd. Euro an die Iran Air löst sich in Luft auf. Die US-Regierung hat die Exportgenehmigung für in den USA hergestellte Flugzeugteile annulliert und Airbus will sich den Sanktionen gehorsamst beugen (Handelsblatt.com 09.05.2018). Der Handel zwischen Deutschland und Iran war zuletzt auf ein Volumen von 3,4 Mrd. Euro im Jahr angewachsen. Die betroffenen Firmen müssen brav folgen, weil ihr Geschäft in den USA dasjenige mit dem Iran übertrifft.

Guido Steinberg, der Nah Ost Experte der regierungsamtlichen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), hat der Unterwerfung Berlins bereits vorgearbeitet und (in: Internationale Politik Mai/Juni 2018. S. 64-69) gefordert: Sollte Iran sein Atomprogramm tatsächlich wieder aufnehmen (wie von Netanjahu ohne jeden Beleg behauptet), dann „sollten Deutschland und Europa zu dem Schluss kommen, dass es wichtiger ist, die atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern als einen Krieg zu stoppen. Damit wäre das „Transatlantische Bündnis“ wieder hergestellt.

In diesem Zusammenhang sind die Beschlüsse des Außenministertreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) vom 24. 4. 2018, der China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Indien und Pakistan angehören, interessant. In ihr haben auch die Mongolei, der Iran, Afghanistan und Weißrussland einen beachtlichen Beobachterstatus. Laut Wikipedia „vertritt die SOZ zusammen mit Vertretern anderer angelehnter Staaten circa 40 % der Weltbevölkerung und stellt damit die weltweit größte Regionalorganisation dar.“ In ihren Beschlüssen vom 24.4. bekennt sich die SOZ zu einer multipolaren Welt, verurteilt alle destruktiven, unilateralen Aktionen (Sanktionen und dergleichen) und fordert multilaterale Schritte, um die Probleme der Welt zu lösen. Sie bekennt sich ausdrücklich zur UNO-Charta, zum Völkerrecht und zur Rolle des Weltsicherheitsrates für Frieden, Stabilität und Sicherheit, das heißt zu der Weltordnung, welche die USA, Saudi-Arabien und Israel durch ihr Vorgehen obsolet gemacht haben.

Die SOZ bezieht sich dabei auf die schwerwiegenden Probleme in Afghanistan und fordert, dass über die Zukunft Syriens allein das syrische Volk zu entscheiden habe und dem Land Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität garantiert werden müsse. Sie unterstützt alle ernsthaften Friedensbemühungen für Syrien, mögen sie nun von der UNO oder von Russland, Iran und der Türkei ausgehen. Sie betrachtet den (damaligen) völkerrechtswidrige Angriff von USA, Großbritannien und Frankreich auf Syrien Mitte April mit großer Sorge und fordert alle Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit Iran auf, die Vertragsvereinbarungen vollumfänglich einzuhalten. Auch für die politische Lösung in der Ukraine fordert die SOZ die vollständige Umsetzung der Minsker Vereinbarung vom Februar 2015, für deren bisherige Nichtumsetzung der Westen ohne Grund Russland verantwortlich machen will.

Natürlich gelangen die Beschlüsse der „weltweit größte Regionalorganisation“ nicht in unsere „anerkannten Medien“, denn sie passen nicht in das „Geschäftsmodell“ des Westens, das zurzeit auf Konflikt und Konfrontation setzt. Denn nur noch Konflikt und Konfrontation scheint sich noch für die Dollardruckberechtigten zu „lohnen“ – und das  selbst auf Kosten der immer weitergehenden globalen Isolation ihres Westens beziehungsweise dessen, was davon noch übrig bleibt.

„Nach 16 Jahren Krieg, etwa 6 Millionen gewaltsamen Opfern, 6 völlig zerstörten und noch mehr destabilisierten Ländern, ist es dringend notwendig, dass die westliche Öffentlichkeit sich mit den wahren menschlichen Kosten der Kriege des Westens auseinandersetzt und auch damit, wie wir (die Westler, erg.) manipuliert und davon abgelenkt werden – und zwar bevor das weiter geht, man noch mehr Länder zerstört, die Regeln des Völkerrechts weiter untergräbt und weitere Millionenen unserer Mitmenschen tötet.“ (Nicolas J.S. Davies How Many Millions of People Have Been Killed in America’s Post-9/11 Wars). Der französische Präsident Emmanuel Macron, der Mann der Firma Rothschild und neuerdings Sprecher der Europäischen Union, ist da ganz anderer Meinung – logisch. „Ich glaube“, sagte er Fox News bei seinem Besuch des Hegemon, „dass die USA heute eine sehr wichtige Rolle bei der Friedensschaffung in unterschiedlichen Regionen der Welt spielen, besonders im Nahen Osten. Und ich denke, dass sie einer der letzten Akteure sind, die sich für diesen Frieden und für Multilateralismus einsetzen.“ Nun, es kommt darauf an, was man unter „Frieden“ versteht. Auch auf Friedhöfen soll ja Frieden herrschen.

Die Welt gibt laut SIPRI im Jahr knapp 1,7 Billionen Dollar für Krieg aus – das entspricht der akkumulierten Wirtschaftsleistung der „unteren“ 116 Länder dieses Planeten. Denn Krieg lohnt sich. Als am 27.4. Kim Jong-Un (Nord-Korea) und Moon Jae-In (Süd-Korea), die Anführer beider Landesteile, sich zum ersten Mal gegenüberstanden und die Hand reichten, atmete die nicht hegemonial-orientierte Welt auf. Im Gespräch einigten sich die beiden darauf, die seit über 60 Jahren geschürte Spannung zwischen den Landesteilen abzubauen und den Korea-Krieg endlich zu beenden. Laut Ost-Quellen (denen man im Westen nicht glauben darf) habe Moon Jae-In nach den Gesprächen telefonisch den russischen Präsident Putin darüber informiert und dieser habe bestätigte, dass das Versprechen von 2008 noch Bestand habe. Damals hatte Russland für den Friedensfall angeboten, eine „Friedenspipeline“ (und zusätzlich andere Verkehrsverbindungen) zu bauen, die beide Landesteile, die dringend auf Energieimporte angewiesen sind, mit Erdgas aus Sibirien versorgt.

Allein an dem für Korea historischen Freitag haben die fünf größten US-Rüstungskonzerne auf den Finanzmärkten mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Aktienwert verloren. Als Donald Trump im August 2017 Nord-Korea mit Krieg drohte, war ihr Aktienkurs dagegen um 8 % gestiegen. Wie lässt sich der Verlust wett und damit die USA „great again“ machen? Etwa in dem man als nächstes dem Iran “Freiheit und Demokratie bringen” werde, oder mit den Worten Macrons, „Frieden und Multilateralismus“?

Es deuten sich weitere Möglichkeiten an: Die USA rüsten die Ukraine auf. Am 30.4. hatte der ukrainische Präsident, Petro Poroschenko, den Erhalt der amerikanischen Panzerabwehrraketen „Javelin“ bestätigt und Washington für die Lieferung gedankt. Poroschenko wäre ein Typ, der Amerika den Krieg bescheren könnte, wenn es ihn braucht. Der kommissarische Chef der selbst ernannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine, Leonid Passetschnik, stellte am 25.4. bei einer Pressekonferenz in Lugansk fest: „Die neue Welle militärischer und terroristischer Aktivitäten der Kiewer Machthaber im Donbass geht wiederum in eine heiße Phase über.“ Oder in Syrien: Peter Maurer der Chef des Internationalen Komitees des Roten Kreuz (ICRC) warnte in einem Briefing vor dem Entstehen bewaffneter Konflikte an den Grenzen zwischen verschiedenen Einflusszonen im Lande. Während das Syrische Außenministerium in Briefen an den UN-Generalsekretär und den UN-Sicherheitsrat schrieb: „Die fortgesetzte Verübung von Massenmorden am syrischen Volk sowie die ständige Unterstützung von verbliebenen IS-Terroristen durch die vom internationalen Recht abgewichene ‚internationale Koalition‘ bestätigen, dass ihr einziges Ziel die Untergrabung der Souveränität, Einheit und Sicherheit Syriens sowie die Verlängerung der Krise ist.“ Daran ist wohl nicht zu zweifeln.

Schließlich haben die USA gerade die erste Panzerbrigade der 1. US-Kavalleriedivision aus dem Bundesstaat Texas „im Rahmen der Operation Atlantic Resolve“ nach Europa verlegt. Sie soll die NATO Truppen an der östlichen Flanke verstärken und am Manöver Saber Strike (an dem auch die Ukraine und Georgien beteiligt sind) teilnehmen. In Polen steht ständig eine US-Panzerbrigade, mit 3.500 Mann, Adams Panzern, Bradley Schützenpanzern und Paladin Panzerhaubitzen bereit. Schon am 3.11. 2017 war in www.strategic-culture.org/l zu erfahren “Die Vereinigten Staaten haben im letzten Jahr ihre verdeckten Spezialtruppen SOF in Europe vervierfacht“… „Die Truppen werden hauptsächlich nahe der Grenzen Russland eingesetzt… (auch) in Ukraine and Georgia.“

Die USA sind kaum mehr als die Finanzierungsbeschaffung für das, was man grob den „Militärisch-Industriellen Geheimdienst- und Medien Komplex“ nennen könnte. Fabriken, Arbeitsplätze, Städte leben von den Militärausgaben, auch die Universitäten. Weil das so ist, hat die USA Regierung 21 Billionen, die USA insgesamt 68 Billionen Dollar Schulden  aufgehäuft. Diese haben andere an der Weltwirtschaft beteiligte Staaten über ihre „Währungsreserven“ vorfinanziert und „der Westen“ wird sich notfalls auch militärisch vor Rückforderungen zu schützen versuchen.

Einen gewissen Effekt in dieser Richtung haben sicherlich auch die Zusagen von Angela Merkel bei ihrem Besuch in den USA und von Heiko Maas beim NATO-Treffen in Brüssel, die deutschen Verteidigungsausgaben von derzeit 1,24 % “schrittweise” auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Die Bundesregierung will aufrüsten und die Medien beklagen zu diesem Zweck besonders laut den „desolaten Zustand“ der Bundeswehrrüstung. 2% wären rund 70 Milliarden € im Jahr, etwa so viel wie Saudi Arabien und mehr als das, was der böse Putin laut Sipri 2017 für Rüstung ausgab (nämlich 66,3Mrd. $). Warum soll Deutschland auf diese Weise zur stärksten Militärmacht in Europa werden, etwa nur um die US-Rüstungsindustrie zu stärken oder um schließlich auch Russland unter das Joch des für seine Version von „Frieden und Demokratie“ berühmten Hegemon zu zwingen?

Letzteres befürchtet wohl so mancher: Mindestens sieben Piloten, die bislang den Eurofighter flogen, haben in diesem Jahr bereits ihre Kündigung eingereicht und wollen die Streitkräfte (Bundeswehr) verlassen. Man befürchtet in der Truppe, dass es noch mehr werden. Unter denen, die gehen, sind nach Augen geradeaus! auch ein stellvertretender Geschwaderkommodore und mehrere Fluglehrer.

Aufrüstung? Deutschland hat’s ja, wie auch 12 Mrd. zusätzlich für die EU pro Jahr. In dem ehemaligen Wirtschaftswunderland leben heute bereits über 4 Millionen Rentner von einer Bruttomonatsrente von weniger als 500 Euro. Über 8,3 Millionen Rentner erhalten derzeit eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von 670 Euro. In den Niederlanden bekommt jeder Rentner eine Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro. Eheleute je 768 Euro. Um über die Runden zu kommen, müssen daher laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) immer mehr Rentner in Deutschland wieder arbeiten. 2002 gingen 4,2 Prozent der Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren einer bezahlten Tätigkeit nach. Heute liegt die Erwerbstätigenquote für diese Altersgruppe bei 11,4, bei Männern sind es 14,8 %, bei Frauen 8,3 %. In Deutschland müssen die Menschen im Vergleich zu fast allen anderen europäischen Ländern länger arbeiten, dürfen mehr Steuern bezahlen, bekommen weniger Rente und dürfen aufgrund der Euro- und ESM-Verträge mit ihren Ersparnissen für die hohen Staatsausgaben und strukturellen Fehlentwicklungen anderer EU-Staaten haften. Hinzu kommen marode Schulen, kaputte Straßen und eine zurückgebliebene digitale Infrastruktur. Die Große Koalition hatte bei ihrem Amtsantritt große Investitionen für die Zukunft des Landes angekündigt. Laut dem Haushaltsentwurf von Finanzminister Scholz sollen die öffentlichen Ausgaben bis 2022 aber deutlich sinken – abgesehen von der dem Großen Bruder zugesagten Rüstungssteigerung. So geht Wahlkampf.

Schließlich hängt noch das Damokles-Schwert Energiewende über unseren Köpfen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe trotz mehrfacher Aufforderung „noch immer keinen vollständigen Überblick über die Kosten der Energiewende vorgelegt“, kritisierte der Rechnungshof in einem Papier, das dem Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestag am 20.4 vorgelegt worden war. Laut Der Spiegel, steht darin, dass das Wirtschaftsministerium bereits im Dezember 2016 darauf hingewiesen worden sei, dass es seine Rolle als Gesamtkoordinator der Energiewende „nur unzureichend ausfüllt“, dass es „keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende“ habe und „nicht über ein funktionierendes Controlling“ verfüge. Ein Gesamtkonzept, das die Wirksamkeit der Maßnahmen in Kombination mit der Förderpolitik der Regierung abschätzt, gebe es nach wie vor nicht. Die dazu am 23.3. vorgelegten Unterlagen seien „erneut dürftig“.

In den USA sieht es, wenn man von den Schlössern der Eigentümer der Rüstungsindustrie und Wall Street Bankiers absieht kaum besser aus. Viele Studenten in den USA (36 % !) haben nicht genug Geld, Unterrichtsmaterial und Nahrungsmittel zu kaufen – und viele hungern, stellte eine aktuelle Studie der Temple University fest. Fazit: Hungernde Studenten, eine ebenfalls marode Infrastruktur, dafür tolle Militärausgaben und eine Oberschicht, die in Wertpapieren, die auf Forderungen beruhen, erstickt. 42 Millionen Amerikaner leben unterhalb der Armutsgrenze von Lebensmittelmarken. Ein tolles System!

Matthew Desmond, Soziologe an der Elite-Universität Princeton veröffentlichte 2016 sein Buch mit dem übersetzten Titel “Zwangsgeräumt.” Er kommentierte sein erfolgreiches Buch im amerikanischen Rundfunk NPR. “Im Vergleich zu anderen prosperierenden Demokratien sind die Tiefe und das Ausmaß der Armut in Amerika einzigartig. Ich wollte das verstehen, und ich wollte vor allem verstehen, welche Rolle Wohnraum dabei spielt. Ich dachte, ich mache das am besten, indem ich mit den Menschen lebe, die aus ihren Wohnungen geworfen worden sind.” .. „In Los Angeles County soll es derzeit genau 57.794 Obdachlose geben. Diese Armee von Bedürftigen, die durch das LA-LA-Land-Paradies streift, bringt die lokalen Verantwortlichen mittlerweile in große Verlegenheit. Die massive Ansammlung von Zelten und behelfsmäßigen Behausungen ist so groß geworden, dass man sie kaum ignorieren kann. Daher haben die klugen Leute bei der LA Community Development Commission ein Pilotprogramm ins Leben gerufen. Haus- und Wohnungseigentümer sollen dafür bezahlt werden, dass sie im Hinterhof Wohneinheiten für Obdachlose bauen. Darlehen von 75.000 Dollar werden für den Bau einer solchen Hinterhof-Einheit gewährt. Aber wieso gibt es so viele Obdachlose in LA, wenn es der Wirtschaft so gut geht?“

Der Budget-Berater unter Präsident Reagan, David Stockman, hat sich die Zahlen des Wirtschaftsaufschwungs ganz genau angesehen. Er fand grob zusammengefasst heraus:

  • Die Gehälter können wie schon unter Obama gerade mit der Inflation mithalten, nicht mehr.
  • Reale Geschäftsinvestitionen sind seit mindestens 7 Jahren rückläufig. Dieser Trend blieb bestehen.
  • Infolgedessen ist die Arbeitsproduktivität auch weiterhin rückläufig, im Durchschnitt nur halb so hoch wie im historischen Durchschnitt.
  • Es gab auch keinen Anstieg der Beschäftigung. Mit Blick auf geleistete Arbeitsstunden ist der Anstieg etwas schwächer als unter Obama.
  • Das amerikanische Volk gewinnt überhaupt nichts. Es hat (seit Trump) eine halbe Milliarde Dollar seiner Ersparnisse ausgegeben. Jetzt steckt es noch tiefer in den Schulden und ist bei einem Abschwung verletzlicher als jemals zuvor.
  • Und jetzt verlieren diese Verlierer sogar noch mehr… weil die FED noch mehr Schulden auf ihren Rücken ablädt… 1 Billion Dollar an Defiziten pro Jahr (zweieinhalbmal mehr als das BIP-Wachstum).

Mit anderen Worten: Erwarten Sie noch mehr Favelas in Amerika, folgerte Matthew Desmond. Und andere schließen daraus: Die Stärke der US-Wirtschaft ist „Fake News“. Das alles und mehr dergleichen liefert die Gesellschaftsformation „der Westen“, die im Interesse ihrer Nutznießer unbedingt über die gesamte Erde ausgedehnt werden soll.

 

Eliten- oder Klimarettung?

 

Vorab ein Nachtrag: „In den befreiten Gebieten in Ost-Ghuta haben die syrischen Regierungstruppen Container aus Deutschland mit Chlor, einem Kampfstoff, entdeckt“, sagte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag.“ So weit.

„Wir und die USA dürften in diesem Zusammenhang (Klimapolitik) Gegensätze haben. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Vereinigten Staaten irgendwann einmal wieder in das Pariser Abkommen einsteigen werden… Diese Gegensätze haben kurzfristigen Charakter“ meinte der Französische Präsident Macron am 25.4. bei seinem Vortrag vor dem US Kongress. Woher nimmt er die „Sicherheit“ für die Aussage und warum das große Interesse an dem Abkommen, das die Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger möglichst unterbinden will.

Die Verbrennung setzt CO2 frei und CO2 soll das „Klima“ – sagen wir treffender die Durchschnittstemperatur der Erde – erwärmen, was allerlei Auswirkungen auf das Wettergeschehenen haben soll. Beweise für diese Behauptung gibt es, trotz der gewaltigen finanziellen Aufwendungen, solche glaubhaft zu machen, bisher nicht.

Eine reflektierende CO2-Schicht, die Arrhenius noch angenommen hatte, gibt es in der Atmosphäre nicht. CO2 Moleküle bilden keine „Schicht“, sie sind relativ gleichmäßig verteilt. Auf 2700 sonstige Moleküle in der Atmosphäre kommt gerade einmal 1 CO2 Molekül. Das scheint wenig zu sein, ist aber genug, um nahezu die ganze Wärmeabstrahlung in dem engen Bereich, in dem CO2 Infrarot-Strahlung absorbieren kann, aufzunehmen. „Beim heutigen CO2 Gehalt (380 pro 1 Mio.) werden bereits 98,5% der für CO2 absorbierbaren Strahlung in der Atmosphäre absorbiert“, meinte Prof. Reimund Stadler vom Institut für Organisch Chemie der Mainzer Univ. bereits im Dez. 1994. Vielleicht hatte er sich ja um eine oder 2 Prozent vertan, mehr aber bestimmt nicht. Die weitere Zunahme an CO2 in der Atmosphäre kann kaum mehr Wärmeabstrahlung der Erde in dem betreffenden Strahlungsbereich absorbieren.

Was passiert mit der absorbierten Strahlung? Sie wird in kinetische Energie umgesetzt. Das CO2-Molekül schwingt zuvor entsprechend der Umgebungstemperatur. Absorbiert es ein Strahlenquantum aus der Wärmestrahlung des Bodens, wird es wärmer und schwingt schneller als die Umgebung im statistischen Durchschnitt. Prinzipiell würde es nach einer Verweildauer im Milli- bis Mikrosekundenbereich (zwischen 10^-7 und 10^ -2 Sekunden, ^ bedeutet „hoch“) diese Energie wieder spontan nach allen Seiten abstrahlen. Das ist recht schnell. Doch unter dem gegebenen Luftdruck stoßen die Moleküle der unteren Atmosphäre laut Quantenmechanik in einer Zeit zwischen 10^-10 und 10^-8 Sekunden aneinander. Ehe es zur gefährlichen „Gegenstrahlung“ kommt, ist das Molekül also 10 bis 1000 Mal mit anderen Molekülen zusammengestoßen und hat dabei seine zusätzliche Energie an andere Moleküle abgegeben und diese gegebenenfalls erwärmt. (Das ist seit 1880 bekannt). Beim Verhältnis von 1 : 2700 kann die Erwärmung der anderen Moleküle durch Stoßübertragung nicht sonderlich hoch ausfallen.

Natürlich hat das CO2 Molekül bei den Stößen auch selbst wieder Energie aufgenommen. Allerdings bleibt in Bodennähe das Zeit-Intervall auch zwischen Stoßübertragung und spontaner Abstrahlung wirksam. Nun geht man in der untere Atmosphäre im Allgemeinen von einem lokalen thermodynamischen Gleichgewicht (LTE) zwischen Absorption und Emissionen, Energiegewinn und Verlust durch Stoßkontakte aus. Doch selbst dann kann es zu keiner Gegenstrahlung aus der Atmosphäre auf den Boden kommen. Denn der Boden erwärmt die darüber liegende Luft. Er ist also wärmer.

Nach Clausius kann die Strahlung (auch die Stöße) eines kälteren Körpers nicht ohne Arbeit einen wärmeren erwärmen. Eine Wärmerückstrahlung von kalt nach warm würde nur durch Reflexion (Spiegelung) und nicht wie behauptet durch Gegenstrahlung von CO² erfolgen können. Einzelne Gasmoleküle können nicht reflektieren. Das gilt auch für Wassermoleküle H2O im gasförmigen Zustand. Anders sieht es bei den Wassertröpfchen und Eiskristallen der sichtbaren Wolken aus. Die reflektieren in der Tat eine gewisse Gegenstrahlung und zwar tagsüber überwiegend nach oben, zurück Richtung Sonne der Hauptstrahlungsquelle und nachts zurück zur Erde, weil sie dann die Hauptstrahlungsquelle ist.

Die Luft wird durch den Boden erwärmt, ist also kälter. Die Lufttemperatur nimmt je nach Luftfeuchtigkeit pro 100 m Höhe zwischen 1° und 0,6° C ab. Außerdem steigt die erwärmte Luft auf und saugt kältere Luft nach. Aufsteigende Luft dehnt sich infolge des nachlassenden Luftdrucks aus und kühlt dabei ab (Kühlschrankprinzip). Das alles wissen natürlich auch die wissenschaftlichen Propagandisten der Klimaerwärmung. Um dies nicht eingestehen zu müssen, lenken sie auf das physikalisch „an sich“ richtige Strahlungsverhalten von CO2 (Absorption und Emission) ab.

Allerdings wird die Gegenstrahlung (von oben nach unten vom Satelliten und von unten nach oben, vom Boden aus) gemessen. Doch was misst man? (Wir lassen Wasser H2O hier unberücksichtigt). Im sogenannten CO2 Trichter der Erdabstrahlung misst man bei rund 225 K (etwa minus 55 °C) die kräftige Wärmeabstrahlung in dem Strahlungsbereich des CO2 ins All. Außerhalb der CO2 Strahlungsbereiche erfolgt die Abstrahlung erst bei tieferen Temperaturen (höher in der Graphik), daher der Trichter). Von unten misst man Strahlung im Bandenbereich von CO2 in der luftigen Höhe etwa ab 15 Km (auch bei rund 225 K), weil dort Luftdruck und Teilchendichte so gering sind, dass die Stoßübertragung durchschnittlich später erfolgt als die spontane Wärmeabstrahlung des CO2 Moleküls. In diesem Bereich nimmt die gemessene Temperatur der Atmosphäre übrigens wieder zu – unter anderem (z.B. Ozon-Spaltung) auch wegen der Infrarot-Abstrahlung der CO2 Moleküle in dieser Höhe.

Die „Klimarettung“ durch CO2-Vermeidung gehört also aus diesem und zahlreichen anderen, hier nicht erwähnten Gründen zu den „Fake News“. Fake News sind wir inzwischen vor allem im politischen Bereich gewohnt. Gibt es dafür politische Gründe? Zwei sind erkennbar.

Der naheliegende Grund bezieht sich auf die Brennstoffpreise. In den 1970er (Club of  Rome) vertrat man die „Pike Oil“ Hypothese, die baldige Erschöpfung der angeblich fossilen Energieträge und hob die Preise drastisch an. Inzwischen wurden immer mehr neue Lagerstätten und die „abiotischen“ Entstehung der angeblich fossilen Energieträger (CnHm) aufsteigend aus dem Magma der Erde entdeckt. Die Preise drohten in den Keller zu rutschen. Das verhindert eine künstliche Verknappung des Angebots, die wegen der hohen Eigentums-Konzentration der Förderindustrie möglich war. Die Warnung vor der CO2 Zunahme hatte das Vorgehen zu rechtfertigen. Dieser Grund hat aber einen Haken. Die Klimaangst drückt auf die Nachfrage, was die Preise (wenn sie marktmäßig wären) wieder senken könnte.

Die zweite Antwort ist grundsätzlicher und weniger bequem zu akzeptieren. Mit technologisch steigender Arbeitsproduktivität verliert der bisher vernünftige (überlebens-notwendige) politische Arbeitszwang an Berechtigung. Mehr Freiheit wird möglich. Die Herrschaft, die auf der jeweiligen Entwicklungsstufe der Gesellschaft in erster Linie den politischen Rahmen des Arbeitszwangs durchsetzt, sieht durch die möglich gewordene zunehmende Freiheit der Menschen ihr Befehls- und Herrschaftsprivileg schwinden. Sie beginnt die Produktivitätssteigerung zu stoppen und die materiellen Zugewinne aus der Produktivitätssteigerung zu verschwenden, zuerst durch Luxuskonsum, Pracht-und  Pyramidenbau etc. und schließlich durch Kriege nach außen, um dadurch im Inneren den zunehmend gestörten Frieden zu sichern.

Diese Störung rührt daher, dass die Untergebenen die wachsende Unvernunft der geforderten Arbeitsbelastung und deren zunehmend ungerechte Verteilung spüren und sich dagegen auflehnen. Die Herrschenden erhöhen dann erst den ideologischen, dann den psychischen (Angst) und schließlich den physischen Druck (Gewalt), um ihre Herrschaftsverhältnisse zu erhalten. Es kommt zu Aufständen und schließlich zum Umsturz. Eine neue Gesellschaftsformation mit neuem Führungs-Personal und -Konzept übernimmt. Der Umsturzversuch kann misslingen. In diesem Fall geht die zu starr formierte Gesellschaft unter und verschwindet aus der menschlichen Geschichte. Soweit der bisherige Verlauf in der Geschichte.

Die zunehmende Diskrepanz zwischen der aufgrund der technologischen Entwicklung möglichen Versorgung und der tatsächlich wachsenden Unterversorgung immer größerer Menschenmassen – z.B. eines Prekariats in der Dritten Welt und jetzt auch bei uns – wird immer offenkundiger, ebenso die geradezu groteske Verschwendung von Ressourcen in unsinnige Investitionen, die Umlenkung der möglichen Investitionen in fiktive Werte (Wertpapiere), in Umweltschutzmaßnahmen, die die Umwelt nicht schützen wie eben in den sogenannten „Klimaschutz“. Wir leben offensichtlich in einer Umbruchsituation. Schon zeigt sich auch die gefährliche Kriegstreiberei zum Herrschaftserhalt der westlichen Führung. Das ist die sogenannten Hochfinanz und erst auf sehr viel niedrigerer Ebene die von der Geldregulierung der Hochfinanz abhängige, „demokratisch“ zu wählende  Regierung.

Was zur Verhaltenssteuerung des Einzelnen der Brotkorb, ist für die Gesellschaft die Energieversorgung. Klimaangst und Kernenergieverteufelung sind demnach Macht- und Rechtfertigungsinstrumente der zahlenmäßig immer geringeren Führungselite hinter den Institutionen. Dieser geht es um die Durchsetzung einer „stationären“, die Produktions- und Herrschaftsverhältnisse nicht mehr nennenswert verändernden Gesellschaft (Unterordnung unter eine quasi zur Göttin erhobenen fixen „Natur“).

Das Konzept findet sich übrigens bereits im Buch von 1848 des sozialreformerischen Flügels der britischen Elite, John Stuart Mill.

„Wenn die Erde tatsächlich allen Reiz verlieren muss, den sie der Existenz von Dingen verdankt, die im Verlauf eines ungehemmten Wachstums von Reichtum und Bevölkerung verschwinden werden, weil man nur so in der Lage ist, eine größere, wenn auch nicht eine bessere oder glücklichere Bevölkerung zu ernähren, so hoffe ich zum Wohle der künftigen Generationen, dass man sich mit einem stationären Zustand zufriedengibt, lange bevor man von Natur dazu gezwungen wird.“ Principles of Political Economy (urspr. 1848) Longmans London 1965, S. 756

Und aktuell: „Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium habe trotz mehrfacher Aufforderung noch immer keinen vollständigen Überblick über die Kosten (Verschwendung!) der Energiewende geliefert, kritisierte der Rechnungshof, der obersten Finanzkontrolleure des Bundes, in einem Bericht, der am 20.4 im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags besprochen werden soll.“ ´Man habe – heißt es dort –  das Wirtschaftsministerium bereits im Dezember 2016 darauf hingewiesen, dass es seine Rolle als Gesamtkoordinator der Energiewende „nur unzureichend ausfüllt“, dass es „keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende“ habe und „nicht über ein funktionierendes Controlling“ verfüge. Bis zum Bundesrechnungshof ist die Zielsetzung der Politik der Elite des Westens eben nicht vorgedrungen. Hat die folgsame Frau Merkel ihn nicht in Kenntnis gesetzt?

Geht’s noch…?

Bundesaußenminister Heiko Maas, der Mann des Meinungsfreiheits-Aushöhlgesetzes, meinte beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am 16.4., eine Regelung des Konflikts in Syrien unter Bashar al-Assad ausschließen zu können. „Dass jemand, der Chemiewaffen gegen seine Bevölkerung einsetzt, ein Teil dieser Lösung sein kann, das kann sich wohl niemand vorstellen.“ Niemand, der noch bei Sinnen ist, kann sich vorstellen, dass Assad in dieser Situation Chlorgas Kanister öffnen ließ und dabei, laut Aussagen der Ärzte des nahegelegenen Krankenhauses niemand zu Schaden kam, obwohl die Weißhelme sich dabei ohne Gasmasken gefilmt haben. Das können nur die Initiatoren des Vorfalls und deren westliche Regierungsvertreter, und natürlich ein deutscher GroKo-Außenmini und seine Chefin begreifen.

Nach ihrem Beifall für die völkerrechtswidrige Bombardierung Syriens „fordert“ (wie bitte ?!) die Bundesregierung ihre Beteiligung an der Neuordnung Syriens. Kanzlerin Angela Merkel möchte sich dazu mit Russlands Präsident Putin „in absehbarer Zeit“ treffen. Sagen uns unsere Medien. Sie glaubt sich noch in der Lage, zwischen Russland und den USA zu vermitteln. Eine Spende von ein paar Millionen Dollar für den Wiederaufbau Syriens soll Putin dazu bewegen, sich mit der Vasallin der Kriegs-Inszenierer zu treffen, um ihr schäbiges Image aufzubessern. Hat Putin das nötig, ist er käuflich? Trump hatte schon vor Wochen versprochen, sich mit Putin zu treffen. Könnte ein solches Treffen noch etwas bringen? „Russland und China betrachteten die USA zunehmend als unzuverlässigen Partner“, müssen selbst westliche Medien eingestehen. Ist Trump glaubwürdiger als die US und NATO Mini-Größen, die Russland 1990 versprochen hatten, nicht weiter an Russlands Grenzen heranzurücken, dann „Ätsch bätschi“ schrien, „wir hatten dabei die Finger überkreuz“, und die jetzt hinter den damaligen Grenzen Waffen aufhäufen?

Am 18.4. erzählte Trump in Japan der Presse laut Bloomberg: „Wir hatten vor einem Monat eine sehr, sehr harte – darüber haben wir vor einer kleinen Weile gesprochen – Schlacht zwischen unseren und russischen Truppen in Syrien. Das ist sehr traurig. Viele Menschen sind bei dieser Schlacht ums Leben gekommen …“ Denn, „niemand ist härter in Sachen Russland als Präsident Donald Trump“ sagte Trump, und der muss es wissen. Von der „Schlacht“ hatten weder russische noch westliche Medien etwas berichtet. Der Mann ist mit mit zu viel „Werbe-Promotion“ groß geworden.

Fake-Wars sind Kriege, die niemand (wie die US-Kriege im Nahen Osten) gewinnen will. Ihr Zweck besteht darin, das Geld des eigenen Volkes der Rüstungs-Industrie zuzuschustern. Die Vernichtung der Zivilisation scheint dabei eingeplant, zumindest in Kauf genommen zu werden. Wenn in der Politik „populistische“ Bewegungen auftauchen, scheint das früher oder später fast immer der erste Schritt zur Übernahme der Führung durch den militärischen Flügel des „Deep State“ zu sein. Das war schon bei Caesar so und später immer wieder. Ein Militärapparat erleichtert es den wenigen „Herausragenden“, die Masse zu schröpfen. Die  „wir gegen die„-Emotionen vereinfachen die Ausbeutung enorm. Die Aufgewiegelten scharen sich um das Militär – egal, wie absurd die gestellte Situation ist.

Dass es sich bei dem jüngsten Angriff in Syrien um einen „symbolischen“ Akt handeln würde, legte schon die diesbezügliche Pressekonferenz des US-Verteidigungsministers James Mattis nahe. Russlands Ankündigung von angemessenen Reaktionen hatte also gewirkt. Sie war glaubwürdiger als die Anschuldigung wegen des angeblichen Giftgas Einsatzes in Syrien, dessen Inszenierung bereits mit dem Fall Skripal begonnen hatte. Größer war der symbolische Schaden, den das Spektakel am Image des Westens, insbesondere dem der US-Regierung angerichtet hat. Während der US-Präsident noch über den angeblichen Einsatz von Giftgas in Syrien schimpft, zerstören Bomber der USA weiterhin Dörfer in Afghanistan, Irak, Somalia, Syrien und Jemen und bereitet die US-Regierung bereits eine ähnliche Inszenierung für Venezuela vor.

Nach seinem Angriffsbefehl stellte sich der US Präsident in großer Pose vor das amerikanische Volk und erzählt in seiner siebenminütigen Rede an die Nation eine Lüge nach der anderen. Dabei schaut er geradewegs in die Kamera. Er weiß, dass er lügt, und diejenigen, die sich etwas selbständiges Denken erhalten haben (manche schätzen sie auf etwa 30% der Bevölkerung), wissen es auch, und er tut es trotzdem. Meint er seine Medien würden das – wie immer – später schon wieder geradebügeln. Trump hat damit viele seiner Wähler verprellt, die seinen Wahlkampfreden glaubten und von ihm eine Art Revolutionierung der amerikanischen Innen-, Wirtschafts- und Außen-Politik erwartet hatten. Ihnen zeigte er nun, dass er nicht mehr als zu Wachs in den Händen des Establishments geworden ist. Sicher hatte man Druck auf ihn ausgeübt, vielleicht hatte man ihm das Schicksal so mancher US-Präsidenten, etwa eines J.F. Kennedy, vor Augen geführt. Hatte er Angst um sein Leben, dann wäre ein Rücktritt ehrenhafter gewesen. Aber so? Ein tragischer Moment für Trump und den Westen insgesamt. Die Hoffnung, dass sich dort etwas ändern ließe, ist wieder einmal verspielt. Doch wenn derart gelogen werden muss, ist das Vertrauen weg, nicht nur das gegenüber angeblichen Feinden, sondern gegenüber einen selbst. Lügen ist der Beginn des Laufs mit kurzen Beinen in den Absturz. Doch urteilen Sie selbst. Hier die Worte dieses Präsidenten (mein Kommentar in ( ):

„My fellow Americans – vor kurzem gab ich der Luftwaffe der Vereinigten Staaten den Befehl erteilt, präzise Schläge gegen Ziele zu führen, die mit den Chemischen Waffen des syrischen Diktators Bashar al-Assad in Beziehung stehen. (zwei Lügen in einem Satz. Es handelte sich um eine Hochschule für angewandte Technologie und kein Chemiewaffenlager oder Labor, und Assad ist ein vom Volk gewählter Präsident und wird offensichtlich dort heute noch mehrheitlich von diesem unterstützt, wahrscheinlich mehr als Trump von seinem) Jetzt läuft eine gemeinsame Operation mit der Wehrmacht Frankreichs und des Vereinigten Königreichs. Wir danken ihnen beiden.

„Heute Nacht will ich mit Ihnen darüber sprechen, weshalb wir diese Aktion unternommen haben. Vor einem Jahr hat Assad einen barbarischen Angriff mit chemischen Waffen gegen sein eigenes unschuldiges Volk geführt. (Lüge, es waren die Terroristen) Die Vereinigten Staaten reagierten darauf mit 58 Raketenschlägen (es waren mehr abgefeuerte Raketen) und zerstörten 20 Prozent der Syrischen Luftwaffe (maßlos übertrieben).

„Vergangenen Samstag hat das Assad Regime wieder chemische Waffen eingesetzt, um unschuldige Zivilisten abzuschlachten (Lüge)— dieses Mal in der Stadt Douma, nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus. Dieses Massaker war eine bedeutende Steigerung (Lüge) beim Einsatz chemischer Waffen (Lüge) seitens eines fürchterlichen Regimes (Lüge).

„Die Untat und der abscheuliche Angriff hat Mütter und Väter Kinder und Jugendliche in Schmerzen versetzt und nach Luft schnappen lassen. Das sind nicht die Taten eines Mannes sondern Verbrechen eines Monsters.

„Nach dem Ersten Weltkrieg vor hundert Jahren, haben sich die zivilisierten Nationen zusammengetan und chemische Kriegsführung verboten. Chemische Waffen sind einzigartig gefährlich, nicht nur weil sie grausame Leiden verursachen, sondern auch weil schon geringe Mengen großflächige Verwüstungen anrichten können.

„Der Zweck unserer Aktion heute Nacht ist es, eine starke Abschreckung gegen Produktion, Verbreitung und Einsatz chemischer Waffen zu errichten. (Lüge). Eine solche Abschreckung ist im entscheidenden Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten.(Lüge) Die vereinigte amerikanische, britische und französische Reaktion auf diese Ungeheuerlicheit (Lüge) beinhaltet alle Instrumente unserer Nationalen Macht – die militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen. Wir sind entschlossen diese Reaktion aufrechtzuerhalten bis das syrische Regime den Einsatz verbotener chemischer Substanzen beendet. (Lüge, die Beendigung war bereits geschehen und selbst vom Westen bestätigt worden)

„Ebenfalls habe ich heute Nacht eine Botschaft für die beiden Regierungen, die am meisten dafür verantwortlich sind, das kriminelle Assad Regime (Lüge) zu unterstützen, auszurüsten und zu finanzieren. Ich frage Russland und den Iran, was für eine Nation möchte sich mit einem Massenmörder unschuldiger Männer, Frauen und Kinder zusammentun? (verlogene Heuchelei).

„Die Nationen der Welt können nach den Freunden, die sie sich halten, beurteilt werden. Keine Nation kann auf Dauer Erfolg haben, wenn sie Schurkenstaaten, brutale Tyrannen und mörderische Diktatoren fördern (das genau haben die USA in den letzten Jahrzehnten bis heute wiederholt getan).

„2013 hat Präsident Putin und seine Regierung der Welt versprochen, dass sie die Beseitigung der chemischen Waffen Syriens garantieren würden. Assad’s neulicher Angriff (Lüge) – und die Reaktion darauf heute Nacht — sind das unmittelbare Ergebnis der Nichteinhaltung der russischen Versprechungen (Lüge, die Waffen wurden laut UNO Inspektion vernichtet). Russland muss entscheiden, ob es auf diesem finsteren Weg, weitergehen, oder sich den zivilisierten Nationen zur Stärkung von Stabilität und Frieden als anschließen will. (Lüge, denn diese, wenn die westlichen gemeint waren, tun – und nicht nur im Nahen Osten – das Gegenteil) Hoffentlich kommen wir eines Tages mit Russland klar und vielleicht sogar mit dem Iran – vielleicht auch nicht.

„Die Vereinigten Staaten mit der größten und mächtigsten Wirtschaft der Menschheitsgeschichte haben – will ich noch sagen – viel anzubieten. In Syrien haben die Vereinigten Staaten mit nur einer kleinen Streitmacht, was vom ISIS übrig war, eliminiert. (Lügen, sie haben die Terroristen für andere Einsätze evakuiert) und tun das, was zum Schutz des amerikanischen Volkes nötig ist. (Quatsch) Während des letzten Jahres wurden nahezu 100 % des Territoriums in Syrien und im Irak, das vom sogenannten ISIS-Kalifat kontrolliert wurde, befreit („liberated and eliminated“ – aber nicht von den USA, sondern von Russland, die US benutzten ihren Einsatz hauptsächlich, um wie im Irak die Infrastruktur des Territoriums zu zerstören.)

„Die Vereinigten Staaten haben ihre Freundschaft über den gesamten Nahen Osten wieder hergestellt (so,so?). Wir haben unsere Partner gebeten, die Verantwortung für größere Sicherheit ihrer Gebiete zu übernehmen und dazu größere Beträge an Ressourcen, Ausrüstungen und Anstrengungen gegen den ISIS bereitzustellen (Das Gegenteil war der Fall, die USA und ihre Koalition haben den ISIS ausgerüstet und finanziert, vgl.: http://www.zerohedge.com/news/2015-05-23/secret-pentagon-report-reveals-us-created-isis-tool-overthrow-syrias-president-assad). Das wachsende Engagement unserer Freunde einschließlich Saudi Arabien, die Vereinigten Emirat, Qatar, Ägypten und andere können sicherstellen, dass der Iran keinen Vorteil aus der Vernichtung des ISIS zieht.

„Amerika strebt unter gar keinen Umständen eine endlose Präsenz in Syrien an (das ist angesichts der weltweiten Anlage von Militärpräsenzen zumindest unglaubwürdig). Wie andere Nationen, die ihre Beteiligung intensiviert haben, erwarten wir den Tag, an dem wir unsere Krieger („warrior“) nach Hause bringen können. Und großartige Kämpfer sind wir.

„Im Blick auf unsere aufgewühlte Welt machen sich Amerikaner keine Illusionen. Wir können die Welt nicht von allen Übeln befreien und überall tätig werden, wo Tyrannei herrscht. (Sie aber wie bisher unterstützen z.B. in Saudi Arabien) Keine Menge amerikanischen Bluts und Reichtums kann dauerhaften Frieden und Sicherheit im Nahen Osten herstellen (z.Z dient beides dem Gegenteil). Es ist ein wüster Ort. Die Vereinigten Staaten wollen ein Freund und Partner sein, doch das Geschick der Region liegt in der Hand seiner Bevölkerung (und warum kämpfen und zerstören dort überall US-Waffen?).

„Im letzten Jahrhundert haben wir geradewegs in die finstersten Stellen der Menschlichen Seele geschaut. Wir haben die Qual gesehen, die ausgelöst werden, und das Böse, das um sich greifen kann. Am Ende des Ersten Weltkriegs waren über eine Million Menschen durch chemische Waffen getötet oder verletzt worden. Wir wollen dieses grauenhafte Gespenst nicht zurückkommen sehen.

„Deshalb haben heute Britannien, Frankreich und die Vereinigten Staate ihre rechtschaffende (Lüge) Macht gegen Barbarei und Brutalität zusammengelegt. Heute Nacht bitte ich alle Amerikaner für unsere edlen Krieger, unsere Verbündeten, die ihren Auftrag erfüllen, zu beten. (wie heuchlerisch) Wir bitten Gott, sich derer, die in Syrien leiden, anzunehmen. Wir bitten Gott, er möge die ganze Region zu Würde und Frieden führen (den ihr die völkerrechtwidrigen Interventionen der USA und ihrer Verbündeten genommen haben). Und wir beten zu Gott, er möge über die Vereinigten Staaten von Amerika seine Hand halten und sie segnen.

Ich danke Ihnen und Gute Nacht, Danke!“

Diese Rede des Exponenten der westlichen, unserer Führungsmacht, wollte ich Ihnen nicht vorenthalten.

 

Nur eine Frage der Macht?

Nicht nur Recht, sondern neuerdings auch Wahrheit ist nur noch eine Frage der Macht, jedenfalls für „den Westen“ oder das, was ihn beherrscht. Selbstverständlich braucht auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Beweise. Das Skript der NATO genügt. Ablesen können ist in Deutschland die entscheidende politische Führungsqualität. Somit steht für die Frau fest, was in Salibury und in Duma in Syrien geschehen ist. Ausgerechnet zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko äußerte sie am 10.4.: „Ich glaube, dass die Evidenz, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr, sehr klar und sehr deutlich ist.“ Und ganz nebenbei stellt sie dabei auch das Nord Stream 2 Projekt in Frage http://www.zeit.de/news/2018-04/10/. (Angeblich zum Schutz der Corruptos in der Ukraine, tatsächlich im Dienst US Erdgasverkäufe nach Europa).  Den Rest, dass die Entscheidung geglaubt wird, haben die Medien zu besorgen. Das wollen– wie es gerade aussieht – nicht mehr ganz so willfährig wie bis her. Vielleicht liegt es darin, dass der Fall Duma einen Weltkrieg auslösen könnte. Das hat sie vorsichtig gemacht. Und so bleibt das „angeblich“ wenigstens im Zusammenhang mit dem Giftgas-Vorwurf im Fall Duma in den Zeitungen.

Im Fall Skripal blies Merkels „Glauben“ bereits Dreck um die Ohren, auch wenn die Medien durch Schweigen sie davor zu schützen versuchen. Man wunderte sich schon nach der wundersamen Genesung der Skripal Tochter, was das schreckliche Gift wohl gewesen sein könnte. Da tauchte plötzlich die vom Salisbury District Hospital gleich zu Beginn gestellt Diagnose endlich in Medien auf. Man hatte dort eine Überdosierung von Fentanyl festgestellt die auf Fischvergiftung schließen ließ. Und bereits am 18. 3. 2018 hatte ein Arzt des Krankenhauses öffentlich bestritt, dass einer seiner Patienten von einem Nervengift geschädigt worden sei. Den Medien war das damals keine Meldung wert. Nun wird bekannt, dass die Skripals eine halbe Stunde vor dem Zusammenbruch im „Zizzi“, einem Restaurant für Meeresfrüchte, gegessen hatten. Eine Lebensmittelvergiftung würde auch erklären, warum ein Arzt, der der bewusstlosen Yulia Skripal über 30 Minuten lang Nothilfe geleistet hatte, überhaupt nichts von dem Gift abbekommen hatte, was bei dem genannten Nervengift unmöglich gewesen wäre. Für Medien war das uninteressant. Sie bedienten die Inszenierung.

Wir haben uns an ähnliche Medien- und Politikerlügen über angebliche und (noch)nicht bewiesene Giftgasangriffe Assads auf seine Bevölkerung, über den Besitz von Chemiewaffen und Berichte über Massaker und Massengräber spätestens seit Kosovo und dem inszenierten Angriff auf Serbien gewöhnt: In Syrien hatten die syrischen Regierungstruppen mindestens drei Giftgas-Labors der vom Westen unterstützten Terroristen ausgehoben: „Macht nichts, der Russe war’s!“ 2003 gab es Medien- und Politikerlügen über angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak und Babys, die von Saddams »Schergen« aus den Brutkästen geworfen wurden. In einer französischen Reportage mit dem Titel »Killing Gaddafi«, die jetzt auf einer https://www.zdf.de/doku zu sehen ist, heißt es, die Begründungen für den Krieg gegen Libyen 2011 beruhten auf einer Propaganda-Lüge. Der Untersuchungsbericht des britischen Parlaments war zu dem Schluss gekommen, Gaddafi habe niemals vorgehabt, gegen die zivile Bevölkerung vorzugehen. Der Krieg hätte außerdem nach wenigen Tagen beendet werden können, wenn man nicht aus der Luft gegriffene Dinge berichtet hätte. Von einem geplanten Völkermord durch Gaddafi gab es keine Erkenntnisse, trotzdem wurde gebombt, zuerst von den USA, dann von der NATO. Der Westen wollte den Regimechange und inszenierte ihn. Ein normaler islamischer Friedhof wurde dafür medial als Massengrab aufgepeppt. Für die angeblichen Vergewaltigungen durch Soldaten der libyschen Armee fand selbst Amnesty International keinerlei Beweise. Gaddafi wird für das Lockerbie-Attentat und den Anschlag auf die Diskothek La Belle in Berlin verantwortlich. Beweise fand man nicht, nur „angebliche“ Indizien. Der Westen wollte Libyen nach dem Sturz des unverschämter Weise für die Entwicklung Afrikas engagierten Gaddafi in drei Teile aufteilen in die Kyrenaika, in Tripolitanien und Fessan, und er wollte dort wie später auch in Tunesien und Ägypten die Moslembrüder an die Macht, um schwache vom Westen abhängige Regierung zu installieren. Dazu ist es zum Leidwesen der Inszenierer (noch) nicht gekommen. Und dann gab es das unwürdige Theater Hollands um den Abschuss der malaysische Boeing 777/Flug MH17 im Juli 2014 durch den Fla-Raketenkomplex Buk beim Dorf Saroschtschenskoje. Es sollte unbedingt „den Russen“ in die Schuhe geschoben werden. Weil das nicht gelang, wurde es ruhig um den Fall. Wer würde solchen Leuten ein Pferd abkaufen wollen? Aber ihre Politik – das geht allemal.

„Kein vernünftiger Mensch hätte sich diese Eskalation vorstellen können“ (wie jetzt in Syrien) erklärte der russische Botschafter in der Schweiz, Sergej Garmonin, in einem Interview in Die Weltwoche H14 2018. Das stimmt nicht, man konnte. Putin hat aus eben diesem Grund in seiner Rede an die Nation vom 1.3. als Abschreckung auf sein bisher geheimes Waffenarsenal hingewiesen. Hoffentlich hat er nicht übertrieben. Garmonin widerlegte sich selbst, wenn er fortfährt „Die von London und Washington ausgelöste Desinformationskampagne ist unvorstellbar. Es handelte sich um eine „von langer Hand geplante Kampagne“, wie die Kette der Ereignisse im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter zeige, so der Diplomat. „Sie brauchten nur einen Anlass.“

Für Trump, „who loves winning”, gibt es in Syrien nichts zu gewinnen. Doch alles Bisherige schlimmer zu machen, geht allemal: Ein vorgetäuschter Krieg gegen den Terror seit 2003,.ein vorgetäuschter Krieg gegen die Armut seit 1964, ein vorgetäuschter Krieg gegen Rauschgift (Drogen) seit 1971, ein falscher Handels-Krieg und nun ein Krieg, für den Endsieg, sollte der Gegner in diesem „Chicken Game“ nur etwas Zögerlichkeit zeigen. Der Nahost-Krieg war ein toller Erfolg, man sehe sich nur die Paläste der Rüstungsindustriellen in Nord-Virginia an. Der Krieg gegen die Armut war ebenfalls ein großer Erfolg, man schaue sich die Elendsquartiere nicht nur in West-Baltimore an (von denen in der sogenannten Dritten Welt mal abgesehen): eingefallene Häuser, ausgeplünderte Geschäfte, herumlungernde Menschen, das Moos sammelte sich bei den Reichen. Auch der Krieg gegen Drogen war ein voller Erfolg: Heute gibt es selbst in den USA mehr Rauschgift-Abhängige als zu der Zeit Präsident Nixons, der Drogen zu Amerikas „Staatsfeind Nummer eins“ erklärt hatte. Ebenso der Krieg gegen den Terror: Nichts hat mehr Terroristen erzeugt als dieser von W. Bush jn. erklärten Krieg. In allen diesen Kriegen ging es offensichtlich darum, ‚das Volk zu beklauen und die Amigos zu füttern‘ – und das mit Erfolg.

Solche Kriege werden nötig, wenn Geldgewinn das einzige Wirtschaftsziel ist, bei der Produktion von Versorgungsgütern kaum mehr Geldgewinn abfällt, weil die Kunden entweder nicht mehr Geld oder keinen Kredit mehr haben, und wenn die Spekulationsmöglichkeiten mit fiktiven Wertpapieren und sogenannten digitalen Blockchain-Währungen versiegen. Es ging nach der Globalisierung im Wesentlichen darum die Masse bei Stange zu halten und ihr die Taschen zu leeren und sie durch Schulden zu knebeln.

Die Chefs dieser Wirtschaftsweise brauchen keine Ermittlungen, keine Beweise, sie brauchen nur noch Anlässe, an denen sie die Massen-Meinungs-Mache anbinden können. Angesichts der wachsenden innenpolitischen Widerstände gegen die herrschende globalistische Elite tun sie immer mehr genau das, was sie in der Regel „korrupten autoritären Regimes“ vorgeworfen haben: Sie erklären die inneren Opposition zum Vertreter äußerer Feinde, zu „Putin-Verstehern“ etc.

In Deutschland ist das alles wegen der kürzlichen Geschichte etwas schwieriger als anderswo. Einerseits zeigt man sich so dankbar und unterwürfig, weil und soweit man für einen gesunden Antikommunismus und öffentliche Russlandphobie teilweise Absolution für den früheren Nationalsozialismus bekam. Andererseits hat man aufgrund der tief ins Unterbewusstsein eingefressenen Kriegserfahrung – jedenfalls bei denen, die gegebenenfalls an die Front ziehen oder Luftschutzbunker aufsuchen müssten – eine instinktive Abneigung gegen Kriegszündelei und sogenannte „Chicken Games“, wenn sie mit ihnen durchgeführt werden sollen. Für weitere Vorbehalte gegen unsere derzeitigen Politikverkäufer sorgten Erfahrungen mit der Energiewende, der Grenzöffnung, der Kampagne gegen Diesel und für Elektroautos, mit der propagierten Haftung deutscher Sparkonten für die europäische Schulden und der schrittweisen Einführung der Zensur mit Hilfe eines „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“. Das alles scheint die umschulungsbedingten Schuldkomplexe allmählich abzureiben. Man beginnt den Braten zu riechen und sich zu rühren (etwa mit der „Gemeinsamen Erklärung 2018„). Selbst in der CDU rührt sich eine neu gegründete „WerteUnion“. Was anderes vermag diese deutsche Regierung und ihre Kostgänger gegen den wachsenden „bösen Populismus“ (oder die „Fake News“ eines Putin) tun, als sich umso fester an die Vorgaben der globalistischen Elite zu klammern, die bisher ihre Wiederwahl sicherstellen konnte?

Aber auch weltweit und selbst in den USA beginnt die Position der Elitisten zu wackeln. Ihr Reichtum besteht in den 230 Billionen Dollar, die sie anderen als Schulden aufzuladen verstanden haben. Aber was ist dieser Reichtum werden, wenn sich herausstellt, dass die Taschen der Schuldner inzwischen geleert sind und kaum mehr etwas zu holen übrig bleibt. Ein Bail Out wie 2009 ist mangels Masse nicht mehr in Sicht. Die Meisten aus der Masse haben ihre Kreditwürdigkeit verloren, sie konnten keine weiteren Schulden aufnehmen, um Häuser, Autos etc. zu kaufen. Der Immobilienmarkt brach damals ein und zog den Automobilmarkt, Hypothekenbanken etc. nach. Damals sprang „der Staat“ ein und ließ anschreiben z.B. für die Abwrack-Prämie und den Aufkauf wertlos gewordener fiktiver Werte (Papiere) durch die EZB zu künstlichen Preisen. Jetzt sind, auch wenn die EU-Bankenunion schon beschlossen sein sollte, die Staaten kaum noch kreditwürdig – außer vielleicht noch etwas Spielraum beim deutschen. Doch wie weit reicht dessen Kreditwürdigkeit noch? In den USA plante das Trump-Team eine enorme Ausgaben-Steigerungen – so dass die Defizite auf jährlich zwei Billionen Dollar und dementsprechend die Staatschulden weiter wachsen werden. Blasen allenthalben. Was könnte sie zum Platzen bringen?, fragen viele, die noch verbliebenes Vermögen retten wollen.

Aber was haben die Elitisten davon, wenn sie die Blase platzen lassen? Auslöser dafür gäbe es genug: Auto-Markt, Pensionsfonds? Tesla, die Börse, Derivatkontrakte, die (nicht mehr) Deutsche Bank etc. Viele befürchten einen Crash. Aber was soll eine Krise bewirken? Wie ließe sich eine nötige Marktkorrektur (das wäre ja die Krise) mit dem umlaufenden Spielgeld durchführen und zwar von Politikverkäufern an der Spitze, die bisher nur wegen ihres Daumens auf der Waage vorangekommen sind. Was könnten befürchtete „negative Zinsen“ oder ein „Bargeld-Verbot“ den Großgläubigern wirklich noch bringen? Damit würde man nur die noch verbliebenen spärlichen Reste aus den Ecken herauskehren. Das ist nicht der Stil der globalistischen Elite. Natürlich können EZB oder FED Staatsschulden einfach spurlos verschwinden lassen und weiter ausleihen. Doch die Schulden sind die Guthaben der globalistischen Finanzelite. Warum sollten sie darauf verzichten?

Die Crash- und Krisen-Verängstigen verkennen wieder einmal. Es geht denen nicht um Geld, die sich – wie die großen Geschäftsbanken hinter der FED – ihr Geld selbst drucken können. Es geht um Macht. Und wenn sich Macht durch Geld nicht mehr vermehren lässt, weil dieses immer wertloser wird, greift man zu anderen Mitteln, zum Beispiel zu Waffen. Doch die müssen von Menschen aus der Masse bedient werden. Hier liegt die Krux der globalistischen Elite und erklärt das Affentheater, das mit der ganzen Lügerei inszeniert wurde und wird. Zurzeit scheint sich der West-Elite die Frage zu stellen: abtreten oder mit dem Griff nach der Weltmacht aufs Ganze gehen. Die Antwort hängt vom Gelingen der Massenmanipulation z. B. auch mit Fake News und unbewiesenen Behauptungen ab.

Die britischen Zeitung The Guardian“ zitierte am 12.4. Mike Pompeo, den ehemaligen CIA Chef und wohl nächsten Außenminister für die globalistische Elite mit den Worten: „Russland fährt fort, aggressiv zu handeln, was viele Jahre lang durch die milde Politik bezüglich dieser Aggression gefördert wurde. Damit ist nun Schluss. Die Aktionsliste unserer Administration ist lang. Sie ist darauf gerichtet, den Preis für Wladimir Putin zu erhöhen.“ Der Anteil „des Westens“ am Bruttoinnlandprodukt (BIP) der Welt sinkt, während der von Russland, China deren Verbündeten steigt (https://www.heise.de/tp). Die einen könnten die weitere Entwicklung aussitzen, die anderen wohl eher nicht.

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