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Der Spatz im Gebälk

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Eins links, eins rechts, so wird kein Schal sondern ein Strick daraus

29. März 2010 von admin

Man muss dran glauben.

Im Mai wird im bevölkerungsreichsten und ehemals am stärksten industrialisierten Bundesland Deutschlands gewählt. Bei der letzten Wahl war die alte Filz-Partei abgewählt worden, weil sie in den Jahrzehnten zu vor die Schwer- und Energieindustrie des Landes in „umweltfreundliche“ Vergnügungsparks und Einkaufsparadiese umgewandelt hatte. Den Leuten ohne Arbeit war dabei das Einkommen ausgegangen, um sich dort bei „shopping“ und „amusing“ zu ergehen. Die neu gewählte CDU hat – wie immer – keine „Wende“ gebracht und dürfte mit der trotz anderer Sprüche nun „dunkel grün“ verfärbten FDP wieder abgewählt werden, schon wegen ihrer erbärmlichen Berlin-Schau wegen. Aber wen sollen die Nordrhein-Westfalen wählen? Etwa die „Linken“, die ihnen in vielem nach dem Mund reden?

Die macht sich jedenfalls große Hoffnung, dass ihr in Düsseldorf das Ziel aller anerkannten Parteien gelingt, der Griff in die Staatskasse. Zu diesem Zweck hat sie noch schnell vor der Wahl eine Rot-Rot-Grüne-Denkfabrik gegründet, mit der aus Hessen bekannten A. Ypsilatni (SPD) an der Spitze des Vorstands neben Sven Giegold (Grüne) und Katja Kipping (LINKE) (http://www.solidarische-moderne.de/). Mit von der Partie sind die mediengewandte Sarah Wagenknecht, dazu F. Schorlemmer, L. Vollmer und die Altgrünen Franz Alt und Scheer. Die Denkfabrik will eine Volksfront gegen Kernenergie, Industrie, und Arbeitseinkommen errichten – aber nicht gegen Arbeitsplätze. Im Gegenteil: gearbeitet soll werden und möglichst ohne energiefressende Maschinen, vor allem darf aus Umweltfreundlichkeit nichts Brauchbares herauskommen. Oder halten Sie Windenergie für industriell brauchbar, wenn der Wind gelegentlich einmal nachlässt. Selbst Ihr Computer verlöre seine Daten, wenn Sie nicht einen Aku dazwischen hätten. Aber versuchen Sie das einmal bei der Drehbank.

Der fromm-grüne Franz Alt würde sogar mit der CDU zusammengehen, wenn sie, wie ihr neuer Umweltminister (genauso wie der alte und jetzige SPD-Vorsitzende), am Ziel der „Transformation der Industriegesellschaft“ mittels sogenannter alternativer Energie festhält. Nichts deutet daraufhin, dass sie davon abweichen könnten. Irgendwie muss dieses Land der Nazis (gemeint das Deutsche Volk, wie alliierte Vorkriegsdokumente eindeutig bezeugen) doch kaputt zu kriegen sein. Demnach und im Sinne Morgenthaus wäre Schwarz-Grün in NRW ein Fortschritt, um die Deindustrialisierung endlich zu Wege zu bringen.

Am 15.3. lieferten die Statistiker in Wiesbaden wieder eine entsprechende Erfolgsmeldung. Ende Januar diesen Jahres waren in Deutschland trotz aller sogenannten Konjunktur- und Beschäftigungsmaßnahmen wie Kurzarbeit nur noch 4,9 Millionen Menschen in Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes (mit 50 und mehr Beschäftigten) beschäftigt. Damit waren gegenüber dem Vorjahr wieder 251.500 Menschen weniger in den Betrieben tätig, die Brauchbares herstellen. Dies entspricht einem Minus von fast fünf Prozent. Besonders hart traf es den Maschinenbau (- 5,6 Prozent), die Hersteller elektrisch angetriebener Investitionsgüter (Minus 6,7 Prozent) und die Produzenten von Metallerzeugnissen (-8,8 Prozent). Ein Ende der Anpassungsphase nach unten ist weiterhin nicht in Sicht und – wie man an der Klimaschutzpolitik sehen kann – auch nicht erwünscht. Lediglich im Nahrungs- und Futtermittelbereich hat die Beschäftigung im Vergleich zum Januar 2009 leicht zugenommen, um 1,7 Prozent. Allerdings sind die Umsätze in diesen Sektoren nicht gestiegen. Die Beschäftigung dürfte also auch hier eher auf Umweltschutzmaßnahmen als aufs Geschäft zurückzuführen sein.

Dagegen kippte der französische Präsident die für Juli vorgesehene CO2-Steuer. Sarkozy wollte die neue Steuer zum Eckpunkt seiner Umweltpolitik machen und Betriebe und Haushalte entsprechend der Menge CO2, die sie ausstoßen, besteuern. Der Grund für den Gesinnungswandel war das schlechte Abschneiden seiner Parteien bei den letzten Regionalwahlen. In Deutschland scheint man so etwas nicht zu fürchten. Hätte sich sonst der von der Weltbank importierte Bundespräsident für höhere Benzinpreise eingesetzt, und ausgerechnet nach diesem kalten Winter den Klimaschutz dafür bemüht. Wenn die Leute dann wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, weil für sie wegen der Benzinpreise und des vorsintflutlich organisierten Nahverkehrs nichts anderes in Frage kommt, werden die Linken dafür eintreten, dass es entweder einen staatlichen Sozialausgleich wie beim Krankenkassenkopfgeld gibt oder die Fahrt zum Arbeitsplatz mit zur Arbeitszeit gerechnet und entlohnt wird. Das wäre dann ein echt „solidarisches“ Wahlversprechen. Und die Grünen wären dafür, weil so neue unproduktive Arbeitsplätze schaffen ließen. Denn in letzterem Fall müssten Leute mit der Stoppuhr hinter den Arbeitern her fahren, damit sie bei der Anrechnung auf die Arbeitszeiten nicht mogeln.

Kein Witz ist, dass die britische Polizei die Bevölkerung inzwischen mit Müllkontrolleuren gängelt. „Haushalte könnten mit Strafzahlungen von bis zu 1.000 Pfund belegt werden, wenn sie dabei scheitern, sich an die komplexen neuen Regeln der Abfallentsorgung zu halten. Wenn Lebensmittelabfälle, Teebeutel und Gemüseschalen in dem falschen Mülleimer kommen, könnte ihnen das nach heute vorgestellten Plänen der Regierung heftige Strafzahlungen einbringen“ berichtete am 19.3. Daily Mail online (http://www.dailymail.co.uk/news/article-1258755/Families-face-fine-using-wrong-bin-household-waste-crackdown.html). Und wo gezahlt werden soll, muss vorher kontrolliert und aufgeschrieben werden. VW-Audi hatte mit so etwas englischsprachige Werbung gemacht. Hat die Wirklichkeit Audi eingeholt oder dient ihr Werbespot der Vorbereitung der Betroffenen auf die Akzeptanz? http://www.youtube.com/watch?v=Wq58zS4_jvM&feature=channel Es gibt inzwischen schon mehr solcher Werbespot – auch höhnische in den USA.

Billiger und ohne neue Arbeitsplätze für „Müll-Cops“ wäre das durch Umweltschutz-Denunziantentum zu erreichen, damit sich die Leute wegen „Abfallvergehen“ gegenseitig verpfeifen. So etwas würde die Loyalität zum demokratischen Öko-Staat fördern. Oder man setzt dafür gleich die Kinder ein. So etwas hat der ehemalige US-Vize Al Gore im Februar bei seiner Rede bei der Presidential Youth Inaugural Conference an der Universität Maryland anzuleiern versucht, als er Kinder gegen ihre Eltern aufwiegelte und sie aufforderte, sie sollten ihren Eltern vorhalten, sie (die Kinder) wüssten mehr über global warming als diese. http://www.prisonplanet.com/state-brainwashing-children-to-re-educate-their-parents-for-green-dictatorship.html. Die Energiefirma NPower wendet große Summen für ihre Werbekampagne auf, die Kinder ermutigt, „Climate Cops“ zu werden, und über ihre Bekannten und Nachbarn „Klima Kriminalfall-Akten“ anzulegen. http://www.infowars.net/articles/july2008/280708climatecops.htm

In England, wo sich der gleichen vor allem abspielt, brachen allerdings im Climategate-Skandal Berichte über die Manipulation der Klimadaten durch „anerkannte Wissenschaftler“ an die Öffentlichkeit durch. So sah sich nun auch die Royal Society gezwungen, eine Untersuchungskommission der Vorfälle einzusetzen. Sinnigerweise machte sie den Geologen und früheren wissenschaftlichen Berater des Verteidigungsministeriums, Lord Oxburgh, zum Vorsitzenden der Kommission. Der Lord ist auch Direktor von GLOBE, the Global Legislators Organisation for a Balanced Environment. Die obskure Organisation finanziert Treffen von Parlamentariern aus aller Welt, die sich für die Warnung vor dem Klimawandel stark machen wollen. Er ist außerdem Miteigentümer und Ehrenvorstand von Falck Renewables und Umweltberater für folgende Firmen: Climate Change Capital, der Low Carbon Initiative, Evo-Electric, Fujitsu und der Deutschen Bank und zeitweise Ehrenvorstand bei Shell. Die Untersuchung wird wie so viele ihrer Art (die Warren-, die 9/11-Commission etc) zu dem amtlich erwünschten Ergebnissen gelangen („wissenschaftlich“ der Form, verlogen dem Inhalt nach).

Man sollte bedenken, dass gerade die (amtlichen) Grüne-Roten mit ihrer Antikernenergiestrategie eine wirksame Umweltpolitik, die eine möglichst vollständige Recyclingwirtschaft verlangen würde, effektiv vereiteln. Das wäre leicht einzusehen, wenn man nur wollte: Alle Umweltprobleme gehen im Grunde auf zwei Problemarten zurück. Zum einen entstehen im Laufe der Güterproduktion chemische Verbindungen, die sich nicht weiter verwenden lassen (Abfälle). Zum anderen sammeln sich solche widrigen Moleküle in der Umwelt an, bis sie einen schädlichen Dosiswert erreichen oder überschreiten. Alle chemischen Verbindungen setzen sich prinzipiell nur aus den etwa 80 verwendbaren Elementen (Atomen) zusammen, die es auf der Erde gibt. Sie ließen sich daher, um Abfall zu vermeiden, in ihre elementaren Bestandteile zerlegen, und zu nützlichen Stoffen neu verbinden. Die Spaltung der molekularen Bindungen der Schadstoff kostet in der Regel Energie. Diese wieder aus molekularer Bindungsenergie zu gewinnen, erzeugt mehr Problemstoffe, als Schadstoffe dadurch vermieden werden. Sinnvoll wird dies nur durch eine andere, wesentlich dichtere Energiequelle, nämlich der aus den Kernbindungskräften. Bei der Spaltung eines Uran-Atoms wird rund 50 Mio. Mal mehr Energie frei als bei der Verbrennung eines Kohlenstoff Atoms zu einem CO2 Molekül. Außerdem lassen sich mit den harten Neutronen, die bei der Spaltung (z.B. im Schnellen Brutreaktor) freiwerden, langlebige radioaktive Spaltprodukte in nicht strahlende Elemente transmutieren. Radioaktive Strahlung entsteht nämlich nur in Atomkernen mit einem unausgewogenen Verhältnis von Neutronen und Protonen. Die Transmutation mit harten Neutronen ist gut erforscht, technisch möglich, allerdings kompliziert durchzuführen, da die verschiedenen Isotope (Elemente mit einer vom stabilen Kern abweichenden Teilchenzahl) in der Regel nur auf Neutronen mit einer ganz bestimmten Geschwindigkeit reagieren. Transmutation ist aus öko-politischen Zielen nicht erwünscht, genauso wenig wie inzwischen die Energie aus angeblichen fossilen Brennstoffen.

Auch hierfür wäre der „marktwirtschaftliche“ Grund recht einfach zu durchschauen, wenn man den Kopf nur ganz wenig einsetzen wollte (und wurde vom Spatz schon öfters erwähnt). Die Spekulationsgewinne, welche die unproduktiven Finanzmärkte am Leben erhalten, müssen irgendwo herkommen. Sie können nur aus überhöhten Güterpreisen stammen. Eine andere Quelle gibt es nicht (außer über Gelddruck zur Inflationserzeugung ). Das ist in der Marktwirtschaft nur dadurch möglich, dass man das Angebot an Waren drosselt. Wenn aber viele um des Gewinnes willen Waren anbieten wollen, dann gelingt auch dies nur über zwei hochkonzentrierte Wirtschaftszweige, die Banken und die Energie. Man drosselt darüber die Investitionen (Banken) und die Produktion (Energie-Verteuerung). Der Rest wird durch sogenannte Umweltauflagen des Staates feingesteuert. Auf diese Weise wird aus den Arbeitseinkommen das Geld abgezweigt, dass für die Spekulation und die überproportionale, unproduktive Arbeit in Verwaltung, Manipulation, Überwachung und (zum Teil) Betreuung mit steigender Tendenz aufgewendet wird. Zur Propagierung der hierfür nötigen Rechtfertigung wurden die Grünen gegründet und die Roten zunehmend in Dienst genommen. Alles andere ist mehr oder weniger geschickte Ideologie gepaart mit Herdentrieb. Die eigentliche Frage: Was ist das erkenntnisleitende Interesse dahinter, was ist die eigentliche Absicht der von Rot-Grün vorangetragenen und von Schwarz-Gelb tolerierten Produktions-Demontage. Banken könnten auch mit Kernenergie und wirklicher Technologieentwicklung (statt durch Pseudo Entwicklung bei Sonne Wind und Kot-Energie) Gewinne machen – das wollen sie aber nicht. Warum wohl?
H. Böttiger

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